Durchbruch im Konflikt um die Fahrplanverschiebungen zwischen der Baselbieter Verkehrsdirektion (BUD) und der Autobus AG Liestal (AAGL). Der Kanton und die AAGL haben sich darauf geeinigt, auf der Linie 70 zwei zusätzliche Kurse anzubieten. Dies teilte BUD-Sprecher Dieter Leutwyler am Donnerstagnachmittag mit.

Diese verkehren ab Montag, 5. Februar, jeweils um 8.07 Uhr zwischen Liestal und Bubendorf sowie um 19.05 Uhr zwischen Liestal und Reigoldswil. Damit sollen all jene Pendlerinnen und Pendler zu den Hauptverkehrszeiten wieder bessere Anschlüsse erhalten, die am morgen von Zürich her anreisen, um im Industriegebiet von Bubendorf zu arbeiten, sowie jene, die am Abend von ihren Arbeitsplätzen in Zürich ins «Föifliber-Tal» nach Hause kehren.

Nach dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 waren über 100 Reklamationen von öV-Kunden bei der AAGL eingegangen, die sich über verpasste Zug- und Busanschlüsse und längere Wartezeiten von bis zu einer Stunde beschwerten.

«Mit diesen beiden Verbindungen kann einem Grossteil der Kundenwünsche entsprochen werden», schreibt nun die BUD nach erfolgter Einigung mit der AAGL.

Gut gemeint, Lösung ungenügend

Das sieht die Baselbieter SP jedoch anders. Kurz nach der offiziellen Mitteilung durch den Kanton verschickte die Kantonalpartei am Donnerstagnachmittag eine eigene Medienmitteilung, in der sie harsche Kritik übte: Diese Lösung genüge «in keiner Art und Weise. In den Nebenverkehrszeiten gibt es weiterhin keine Anschlüsse in Liestal.»

Gleichzeitig bekräftigte die SP, dass der Aescher Landrat Jan Kirchmayr darum an der nächsten Landratssitzung einen Vorstoss einreichen werde, der einen 20-Minuten-Takt für die Linie 70 fordert. Aufgrund der Probleme zwischen Besteller und öV-Unternehmen hat die SP parallel dazu eine entsprechende Petition lanciert, für die die Partei laut eigenen Angaben «innert weniger Stunden über 500 Unterschriften» gesammelt hat.