So machte Bendel publik, dass der Gemeindeschreiber, den Dornach bis zur definitiven Neubesetzung der momentan vakanten Stelle im Mandatsverhältnis beschäftigt, monatlich 11'000 Franken kosten soll. Dies notabene für ein 40-Prozent-Pensum. In Bendels Verständnis eine krasse Verschwendung von Steuergeldern.

Allerdings bestreitet Bendel, der Verfasser des Leserbriefs zu sein. Wer sonst in Bendels Namen die offenbar zutreffenden Informationen veröffentlicht haben könnte, bleibt vorerst unklar. Gemeindepräsident Christian Schlatter (Freie Wähler) rügt jedenfalls diese «Amtsgeheimnisverletzung», die für die Zusammenarbeit im Gemeinderat nicht vertrauensfördernd sei.

Die von Bendel (oder sonst jemandem) publik gemachten Kosten für das Mandatsverhältnis will er nicht öffentlich kommentieren. An der Gemeinderatssitzung vom vergangenen Montag verschob der Präsident die weitere Diskussion dieser Angelegenheit auf den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung.

Die FDP Dornach hatte den Gemeindepräsidenten jüngst mit der Behauptung angegriffen, dass das Betriebsklima in der Dornacher Verwaltung schlecht sei, was die Freien Wähler als verfrühtes Wahlkampfmanöver abtaten. Im kommenden Jahr findet in Dornach die Gesamterneuerungswahl des Gemeinderats statt.