Wie erwartet wird sich das Konsortium der Sanierungspartner für die Deponie Feldreben nach dem Nein der Gemeinde Muttenz zur Sanierungsvereinbarung auflösen. Die Verantwortung für die Sanierung fällt vorerst wieder an das Hochbauamt des Kantons als Grundstücks-
eigentümer zurück.

Mit dem Nein sei der einvernehmliche Prozess vorläufig zu Ende, teilte die Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion gestern mit. Das bestehende Konsortium habe mit der Ausarbeitung des Sanierungsprojekts seinen Zweck erfüllt und werde nun aufgelöst; der Runde Tisch habe am vergangenen Montag letztmals getagt.

Das Konsortium werde aufgelöst, sobald alle Zahlungsvorgänge geregelt seien; alle operativen und planerischen Aktivitäten würden vorläufig eingestellt. Einzig die Grundwasserüberwachung, an der auch die Gemeinde Muttenz beteiligt ist, werde weitergeführt. Zum Entscheid, den Muttenzer Kostenanteil von einer Million Franken unter sich aufzuteilen und das Sanierungsprojekt wie geplant durchzuführen, konnten sich die verbliebenen Partner am Runden Tisch, beide Basel sowie die Pharmakonzerne BASF, Novartis und Syngenta, nicht durchringen, wie Sprecher Rolf Wirz der bz bestätigte.

Zwar bekennen sich die Sanierungspartner weiterhin zum geplanten Projekt und im Grundsatz auch zu den ausgehandelten Kostenanteilen, wie die Direktion offiziell bekräftigt. Der tatsächliche Beginn wird sich nun aber auf unabsehbare Zeit, vermutlich einige Jahre, verzögern. Die Gemeinde Muttenz wird nun gemäss Mandat der Gemeindeversammlung auf juristischem Wege einen Totalaushub zu erwirken versuchen. (bob/sda)