In die Schwarzbuben-Gemeinde Meltingen ist Normalität eingekehrt. An der Gemeindeversammlung vom Dienstagabend blieb der Ton freundlich. Die Anträge des Gemeinderats wurden kritisch hinterfragt, doch die Diskussion verlief sachlich und nicht mehr so emotionsgeladen wie unter der Leitung des früheren Gemeindepräsidenten Gérard Zufferey. Sein Nachfolger Erich Fidler (SVP) durfte am Ende der Versammlung Lob für die Führung und sein Engagement entgegennehmen.

Alle Anträge des Gemeinderates wurden einstimmig oder jeweils mit sehr grossem Mehr angenommen. Bei der Anpassung der Gemeindeordnung zeigte man sich mit der neuen Ressortaufteilung einverstanden. Auf Antrag aus der Versammlung beschloss man aber, das Gemeindevizepräsidium künftig nicht mehr aus der Mitte der Exekutive zu bestimmen, sondern an der Urne zu wählen. In Meltingen herrsche kein Kandidatenmangel, sondern man streite sich um die Ämter. Dann könne man auch gleich das Volk wählen lassen, lautete die Argumentation.

Forstbetrieb künftig alleine?

In der Beratung der Statutenrevision für den ARA-Zweckverband mit Zullwil waren die Meltinger nicht mit allen Änderungen einverstanden. Doch nach eingehender Diskussion sah man davon ab, mit den Verhandlungen von vorne zu beginnen, nachdem Zullwil die neuen Statuten bereits gutgeheissen hatte. Nachdem offene Fragen geklärt worden waren, stimmten die Meltinger der Anpassung der Statuten aus dem Jahre 1975 zu. Einverstanden zeigten sie sich auch mit einer vorzeitigen Vertragsauflösung des Forstbetriebs Thierstein Süd. Ob Meltingen im fusionierten Verband für das Schwarzbubenland mitmachen oder wie Nunningen eine eigene Lösung anstreben wird, werde im Rat derzeit diskutiert, informierte Gemeindepräsident Fidler. Er stellte für Januar mehr Infos in Aussicht. (bea)