Die Baueingabe wurde gemacht, die Verantwortlichen rechnen noch in diesem Jahr mit einer Bewilligung für das Vorhaben. Durch den Einbau von Holzdecken sollen drei Etagen von je 72 Quadratmetern Fläche entstehen.

Auf allen Stockwerken ergeben sich je vier Räume. Alle drei Etagen werden mit einer neuen Aussentreppe erschlossen. Diese führt schliesslich zu einer Terrasse mit Blick über die Stadt. Die Betonwände werden zusätzlich isoliert, die Nord- und die Westfassade werden begrünt.

Gesucht werden derzeit Mieter, die einen Teil des Umbaus zahlen können. Potenziellen Nutzern, die selbst investieren, möchte Kantensprung günstigere Mietzinskonditionen anbieten.

Um- und Anbaukosten mitfinanzieren

Oliver Seidel, Projektverantwortlicher beim Baubüro insitu, das den Umbau durchführt, sagt, man suche nach Interessierten, welche Teile der Um- und Anbaukosten mitfinanzieren wollen. Einige Interessenten gebe es bereits. Kantensprung führe eine entsprechende Liste. Die Etagen können einzeln oder zusammen gemietet werden.

Die Idee, im Kohlensilo Ateliers einzubauen, bestehe schon seit einigen Jahren, erklärt Seiler. Bisher habe man aber keine Zeit gehabt, die Pläne umzusetzen. Die energetischen Verbesserungen bei der Zirkusschule, die sich im Erdgeschoss befindet, sei Auslöser gewesen, mit der Umsetzung des Projektes jetzt zu beginnen.

Vor zwölf Jahren

Kantensprung startete vor zwölf Jahren mit der Umnutzung des 12000 Quadratmeter grossen, ehemaligen Fabrik-Areals von Sulzer inmitten des Gundeldinger Quartiers.

Heute finden sich über siebzig Mieter in den sieben Hallen und acht verschiedenen Bauten. Angesiedelt haben sich beispielsweise die Brauerei Unser Bier, Pro Natura, die Restaurants eo ipso und Blinde Kuh, die Kletterhalle K7, die Medien- und Theaterfalle oder der Jugendtreffpunkt Creopolis. Ebenfalls auf dem Areal zu finden ist das Hostel Basel Back Pack.