Der Favorit hat sich durchgesetzt: Paulo Sousa wird neuer Trainer des FC Basel. Der 43-jährige Portugiese unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2017.

Die Wege des FC Basel und des Portugiesen Paulo Sousa kreuzten sich in den letzten gut anderthalb Jahren gleich mehrfach. Der frühere Mittelfeldspieler, der mit Juventus Turin (1996) und Dortmund (1997) die Champions League gewinnen konnte, stand an der Seitenlinie, als der FCB 2012 gegen Videoton in der Europa-League-Gruppenphase spielte, und als Maccabi Tel-Aviv in der letzten Saison gleich zweimal am Schweizer Meister scheiterte.

Mit einem Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen ist seine persönlichen Bilanz gegen den FCB zwar klar negativ, doch bei den Basler Entscheidungsträgern konnte er trotzdem Punkte sammeln. Vor allem Präsident Bernhard Heusler soll vom selbstsicheren und elegant auftretenden Coach angetan sein. Deutsch spricht Sousa trotz zweijährigem Engagement bei Dortmund offenbar kaum. Bei Maccabi kommunizierte er jeweils in fliessendem Englisch.

(Quelle: Youtube.com)

Paulo Sousa 1994-1996

Obwohl erst 43-jährige ist Sousa als Trainer bereits weit herumgekommen. 2005 wechselte er ins Trainermetier, wurde Nachwuchscoach im portugiesischen Verband und dann 2008 Assistent von Nationalcoach Carlos Queiroz. Schon wenige Wochen später nahm er den Job bei den Queens Park Rangers an. Der englische Zweitligist plante mit Geldgebern wie Formel-1-Ikone Flavio Briatore den Sprung an die europäische Spitze. Nach wenigen Monaten war das Abenteuer schon wieder vorbei. Bei Swansea blieb er dann 1 Jahr und 13 Tage, bei Leicester City , einem weiteren englischen Zweitligisten, nur 3 Monate.

Erfolgreicher war Sousa dann an weniger prestigeträchtigen Orten. In den anderthalb Jahren bei Videoton gewann er den ungarischen Cup und wurde in der Meisterschaft Zweiter. Maccabi führte er zuletzt im Championat zur erfolgreichen Titelverteidigung. Der Vertrag, den er im letzten Sommer unterschrieben hat, wäre noch bis 2015 gültig gewesen. Gemäss der "Basler Zeitung" soll im Kontrakt eine Ausstiegsklausel enthalten sein, die einen Wechsel für 400'000 Euro möglich machte. Vorgestellt wird Sousa am kommenden Montag im Beisein von Heusler und Sportdirektor Georg Heitz.