Hört man sich in Laufen zum Restaurant Lamm um, geraten nicht wenige ins Schwärmen. Sie berichten von rauschenden Festen und langen Nächten im Wirtshaus in der Altstadt. Während Jahrzehnten war die Beiz das Stammlokal der Laufentaler Christdemokraten.

Die Geschichten über das Restaurant sind aber alle älteren Datums. Über die jüngere Vergangenheit gibt es kaum Interessantes zu erzählen. Ausser vielleicht über die Erfolglosigkeit, welche die verschiedenen Pächter eint. Den Gästen wurden französische, thailändische, bayrische und portugiesische Spezialitäten serviert. Lange halten konnte sich keiner der Gastronomen, die einen Versuch unternahmen, die Laufner zu begeistern.

Das Restaurant wird zum Bistro

Seit dieser Woche schickt sich Melanie Hettesheimer an, länger durchzuhalten als ihre Vorgänger. «Wir hoffen, mit unserem Konzept in Laufen erfolgreich zu sein», sagt die 35-Jährige.

Die Geschäftsführerin hat mit ihrem Team die Gaststätte im Bistro-Stil eingerichtet. Die Küche soll einen Mix aus klassischen Gerichten und modernen Interpretationen von Klassikern bieten. «Ein Cordon Bleu mit hausgemachten Pommes gibt es genauso wie ein Rindssteak an einer Kaffee-Whisky-Sauce mit neuen Kartoffeln in einer Salzkruste», erklärt sie. Die Zutaten seien regional, saisonal und fast alle frisch.

Vor ihrem Gastspiel in Laufen war Hettesheimer unter anderem Geschäftsführerin des Freizeitcenters Sprisse in Pratteln und des Restaurants El Mexicano in der Steinenvorstadt in Basel. Dort stand auch Küchenchef Sava Savov an den Töpfen, der die Stedtlibesucher von seinen Kochkünsten überzeugen will.

Die Vorzeichen, dass das neue Team punkten kann, stehen gut. Schliesslich ist hinter den Kulissen wieder die Familie Immoos am Ruder, unter der das Restaurant seine grossen Erfolge feiern konnte. Ursula Gygax-Immoos, deren Vater die Beiz in den 1950er-Jahren erwarb, hat die Gastronomie Lamm GmbH gegründet, um das Wirtshaus «wieder auf das altbekannte Niveau zu bringen».