Die Bestürzung ist verflogen, in Dittingen dominiert wieder die Vorfreude. Drei Jahre nach dem tragischen Absturz eines Flugzeugs mitten ins Dorf mit einem getöteten Piloten steht die nächste Ausgabe der Flugtage an. Am 25. und 26. August strömen wieder tausende Besucher in die beschauliche Laufentaler Gemeinde.

Erleben können die Aviatik-Fans auf dem Dittinger Flugplatz ein abwechslungsreiches Programm. Die publikumsträchtigsten Auftritte sind sicher diejenigen des Super Puma der Schweizer Luftwaffe sowie des Kampfflugzeugs F/A-18. Die beiden bekannten Flugzeuge sind nur ein sehr kleiner Teil des gesamten Programms, wie die Verantwortlichen klar machten. Die Organisatorin der Flugtage, die Segelfluggruppe Dittingen, stellte am Freitag den Medien vor Ort auf dem Flugplatz die weiteren Höhepunkte vor.

Performance in der Dämmerung

Zum ersten Mal überhaupt ist in der 700-Einwohner-Ortschaft der Segel-Kunstflieger Luca Bertossio zu Gast. «Er ist der Shooting-Star der europäischen Szene», schwärmt Urs Winkelmann, Medienverantwortlicher der Flugtage. Der Italiener hat vor, mit seinen atemberaubenden Flugkünsten das Publikum zu begeistern.

Ihren Jungfernflug in Dittingen absolviert auch die de Havilland D.H. 89 Dragon Rapide. Beim Flugzeug handelt es sich um einen Doppeldecker, von denen dieses Jahr besonders viele zu erleben sind. Anders unterwegs sind hingegen die Brüder Chrigel und Michael Mauer, welche spektakuläre Gleitschirm-Synchron-Akrobatik zeigen.

Aber auch einige alte Bekannte warten auf die rund 20'000 Zuschauer. Dazu gehört das Kunstflugteam P3 Flyers, das an der letzten Ausgabe für staunende Blicke sorgte. «Das Blanix-Team sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen», empfiehlt Programm-Chef Thomas Anklin. Die beiden Segelflugzeuge werden in der Dämmerung über dem Laufental kreisen und eine Pyro-Show bieten.

Eine etablierte Formation, die schon mehrmals in Dittingen gastierte, fehlt dieses Mal jedoch: Die Patrouille Suisse ist am Wochenende der Flugtage bereits in Polen engagiert. Auch Breitling-Formationen werden nicht zu sehen sein. Der Uhren-Konzern habe laut Anklin sein Interesse an der Fliegerei fast völlig verloren.

Keine Akrobatik über dem Dorf

Nach dem tödlichen Unfall im 2015 veränderten die Verantwortlichen die Vorführachsen. Während der Flugtage wird direkt über dem Dorf keine Flugakrobatik durchgeführt. Die Starts und Landungen finden aber weiterhin über dem Siedlungsgebiet statt.