Kekse und Glühwein gehören in der Weihnachtszeit einfach dazu. Noch vor dem eigentlichen Weihnachtsfest führen sie dazu, dass der Zuckerkonsum in die Höhe schnellt. Und nach den Festtagen fühlen sich die meisten endgültig einige Kilo schwerer. Zeit also, den Körper wieder an eine gesunde Ernährung zu gewöhnen. Die bz-Redaktion besuchte dafür die FrischKostBar in Liestal, wo die Betreiber grüne Smoothies als perfekte Mahlzeit für alle anpreisen, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen.

Die FrischKostBar ist ein kleines Lokal, es werden Salate, Sandwiches und Suppen angeboten. Ausserdem gibt es Gemüselasagne und Wähen. Die beiden Betreiber Alberto Chresta und Giacomo Radicci schwören aber vor allem auf ihre grünen Smoothies. «Das Chlorophyll in den grünen Blättern hat eine sehr positive Wirkung auf den Körper», erklärt Chresta. «Es wirkt gegen Gifte im Körper, ist blutbildend und hilft bei der Aufnahme von Eisen». Er selber habe mit grünen Smoothies mehrere Kilos abgenommen und sein Gewicht dann gehalten.

In der FrischKostBar gibt es verschiedene grüne Smoothies. Etwa «Victor», bestehend aus Spinat, Aloe Vera, Apfel, Zitrone, Banane und Wasser. Oder «Jeden Morgen», aus Rucola, Mangold, Ananas, Apfel, Banane, Datteln und Wasser.

«Wichtig für einen grünen Smoothie ist, dass das Blattgrün den Hauptanteil ausmacht», so Chresta. Für die Smoothies verwenden sie nicht nur klassische Salatsorten, sondern auch das Blattgrün von Gemüsesorten wie rote Beete oder Karotte. «Diese enthalten genauso wertvolle Stoffe wie das Gemüse selber, deshalb sollte man sie unbedingt mitessen.»

Grüne Smoothies bringen dem Körper nicht nur viele Nährstoffe und Vitamine. «Sie wirken basisch und entgiften», erklärt Radicci. Die meisten Menschen seien übersäuert, unter anderem, weil sie zu viele verarbeitete Lebensmittel konsumieren. Für die Zeit nach Weihnachten sei es deshalb empfehlenswert, einen Smoothie pro Tag zu trinken.

Einfach und schnell

«Gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein. Neben den Smoothies einfach mehr Rohkost einbauen, zum Beispiel täglich einen Salat essen», so Chresta. Eine reine Smoothiekur wäre wegen der tiefen Temperaturen im Winter weniger geeignet, sei aber auch nicht nötig. «Häufig ist es auch so, dass man weniger Lust auf Süsses hat, wenn man einen grünen Smoothie trinkt», erklärt Radicci. «Also verändert sich das Essverhalten ohnehin positiv.»

Nach all den Erklärungen geht es in die Küche: Alberto Chresta stopft eine grosse Menge Spinat in den Mixer, dazu eine Banane, mehrere Äpfel und ein Stück Zitrone. Die Äpfel gibt er mit Kerngehäuse in der Mixer. «Die Kerne enthalten gesunde Fette», erklärt Chresta. Auch der Zitronenschnitz bleibt ungeschält.

In der FrischKostBar werden nur biologisch angebaute Zutaten verwendet. «Das ist wichtigen wegen der Nährstoffe», erklärt Chresta. Deshalb kaufen er und Radicci das Gemüse und die Früchte am liebsten auf dem Markt. Zuletzt kommt Wasser in den Becher, dann wird gemixt. Ein guter Mixer ist wichtig. «Nicht unbedingt wegen der Nährstoffe, sondern weil der Smoothie einfach besser schmeckt, wenn keine Stücke mehr enthalten sind.»

Und wie schmeckt so ein grüner Smoothie? Nach den drei Probierportionen ist die Antwort klar: Sehr gut. Möglicherweise ist die Konsistenz etwas gewöhnungsbedürftig, aber der Geschmack ist wirklich in Ordnung. Das Blattgrün schmeckt neutral, die Früchte machen den Smoothie angenehm süss. Ob sich die gepriesenen positiven Effekte einstellen, kann die bz nach nur einem Smoothie nicht beurteilen. Aber es bleibt das gute Gefühl, dem Körper eine grosse Portion Gemüse und Obst gegönnt zu haben.