Drei frisch gebackene Olympiasieger und nicht weniger als sieben Olympiastarter sind in der Equipe. Gestern Donnerstag war ein erstes Training in der Region.

Noch ist es ein zusammengewürfeltes Team von Superstars. Die französischen Olympiagewinner Didier Dinart, Luc Abalo und Samuel Honrubia spielen Seite an Seite mit vier weiteren Spitzenspielern, die gerade noch in London im Einsatz standen. Neuster und herausragender Zuzug bei den Parisern, die nun PSG Hanball heissen, ist Mikkel Hansen.

Der dänische Welthandballer des letzten Jahres unterschrieb am Montag seinen Vertrag. "Paris ist eine tolle Herausforderung. Ich denke, ich passe gut zum dem Projekt", sagt der Neuzugang.

Eineinhalb Tage um Goldmedaille zu feiern

Didier Dinart, ein Schrank von einem Mann, ist einer der Routiniers im Team und soll die Defensive dirigieren. "Natürlich müssen wir uns erst finden, und das möglichst schnell. Aber es ist bestimmt grosses Potenzial vorhanden." Lange Zeit den Olympiasieg zu feiern blieb dem Abwehrriesen nicht. Eineinhalb Tage hatte er frei, dann ging das Training mit der Mannschaft los. "Die Ziele des Vereins stehen klar im Vordergrund", sagt er etwas wehmütig, strahlt aber wie ein kleines Kind, wenn er sich an den Sieg erinnert.

Weniger gut geht es dem Flügelspieler Luc Abalo. Er hat eine leichte Verletzung und schaut nur zu. Der Championsleague-Sieger ist doch etwas irritiert, als er hört, wie klein die Halle in Reinach ist. Sagt nach einiger Überlegung dann aber doch, dass im Moment nicht Zuschauer zählen, sondern dass sich die Mannschaft findet und Spielpraxis bekommt.

Glücksfall für den Mepha-Cup

Dass die Equipe trotz Besitzer- und Trainerwechsel nach Reinach kommt, ist ein absoluter Glücksfall und ein Highlight für das Turnier. Niemals hätte sich das OK ein solches Team unter normalen Umständen leisten können. Turnierchef Meinrad Stöcklin sieht die diesjährige Ausgabe auch als Gradmesser. "Wenn die Halle jetzt nicht von Zuschauern überrannt wird, dann weiss ich auch nicht weiter", sagt er.

Verbunden mit der spektakulären Einkaufstour der Investoren aus Qatar war der Verein in den letzten Wochen konstant in den Medien. Auch jetzt begleitet ein Team von Canal+ die Mannschaft bei ihrem Training in der Sporthalle von Village-Neuf, direkt auf der anderen Rheinseite. An der Tür muss man sich als Journalist ausweisen, um überhaupt zuschauen zu dürfen. Autogrammjäger sind nicht erwünscht.
Wie sich die Schweizer Teams und vor allem der RTV Basel gegen die Superstars schlägt, können sie am Wochenende in Reinach beobachten.