Noch sind sie aus Kupfer, die Leitungen im Therwiler Kabelnetz. In ein paar Jahren jedoch wird jede Wohnung und jeder Geschäftsraum an ein Glasfasernetz angeschlossen sein – das bedeutet: mehr Leistung. Am Donnerstag entschied die Gemeindeversammlung, das Kabelnetz auszubauen. Kosten dürfte die Investition rund zehn Millionen Franken.

Der Entscheid vom Donnerstag bedeutet auch: Therwil bleibt bei der Inter-GGA, wenn auch vorläufig nur ein Jahr. Der Vertrag mit der Kabelnetzbetreiberin wird befristet verlängert. Bis im Herbst 2019 hat der Gemeinderat Zeit, eine Vorlage zum Glasfaser-Ausbau auszuarbeiten, die dann der Gemeindeversammlung vorgelegt wird.

«Zwischenhändlerin» brauchts nicht mehr

Der Souverän hatte am Donnerstag drei weitere Optionen zur Wahl: Der Verkauf des Netzes, den Teilausbau, oder aber, dass vorerst gar nichts gemacht wird. Eine grosse Mehrheit folgte dem Vollausbau-Vorschlag des Gemeinderats.

Die Tür ist für die Inter-GGA noch nicht ganz zugeschlagen. Sie darf als Zwischenhändlerin auch künftig die Dienstleistungen ihres Providers anbieten. Wegen der grossen Kapazität der Glasfaser können die Kunden theoretisch jedoch auch direkt Verträge mit Providern abschliessen. Bei der aktuellen Leistungsfähigkeit des Netzes wäre das nicht möglich.