Nach dem Nein zur Erhöhung des Vignettenpreises wird der Bund nun keine kantonalen Strassen übernehmen. «Dieses Thema sei nun vom Tisch», sagte Baudirektorin am Donnerstag im Landrat.

Trotz fehlender Bundesmillionen und angespannter Finanzlage will die Baudirektorin die Strassen im Kanton weiter ausbauen. «Die Leute stehen jetzt im Stau, der Stau schadet der Wirtschaft. Deshalb müssen die dringenden Projekte möglichst ohne Verzögerung realisiert werden», erklärt sie.

Liestal, Aesch und Allschwil

Sie will der Regierung daher beantragen, die Planung für die Behebung der wichtigsten Engpässe vorantreiben.

Konkret will Sabine Pegoraro zwei Projekte anpacken: Die Umfahrung Liestal, für 160 Millionen Franken und der Vollanschluss bei Aesch, für 55 Millionen Franken. Dazu soll Allschwil vom Verkehr entlastet werden, was Kosten von weiteren 15 Millionen nach sich zieht.

Autofahrer sollen es bezahlen

Finanzieren will Pegoraro die Projekte über einen Strassenfonds.

«Dieser Fonds müsste gespiesen werden mit Einnahmen, welche direkt oder indirekt mit dem Strassenverkehr zusammen hängen, und die Mittel müssen ausschliesslich für die Strassenprojekte verwendet werden», sagte die Baudirektorin.

Parallel dazu will sie auch den Druck auf den Bund aufrechterhalten - damit auch von dort noch Gelder kommen.