Nach drei sonnigen und warmen Fasnachtstagen geht es weiter mit dem guten Wetter. Das klettert schon wieder bis auf knapp 20 Grad.

Leider ist es aber so, dass sich nicht alle über den frühen Frühlingseinbruch freuen können. Während sich die einen genüsslich in die Wiese legen, niesen die anderen nur schon beim Gedanken an die Nähe zu Wiesengräsern alle paar Minuten in ihr Taschentuch.

Die hohen Temperaturen lassen die Pflanzen spriessen und Pollen fliegen. So war auch an der Fasnacht zu beobachten, dass der Nasenspray ein auffällig häufiges Mitbringsel war, wie der Blick in die Taschen der Waggis zeigte.

Birkenpollen sind stark verbreitet

Die Allergiker müssen dieses Jahr in Basel ein wenig früher leiden als in anderen Jahren. «Die Messewerte zeigen: Die Pollen fliegen rund zwei Wochen zu früh», so Sereina Maibach, Beraterin beim Allergiezentrum Schweiz. In Basel seien die Werte der Hasel- und Erlenpollen derzeit hoch. Mässig seien die Werte der Esche. Laut Kalender werden bald auch die Birkenpollen fliegen, eine Pollenart, auf die sehr viele allergisch reagieren.

Unbehandelte Pollenallergie kann Asthma auslösen

Wenn also die Nase zu laufen beginnt, sich Juckreiz in den Augen, im Gaumen oder in der Nase bemerkbar macht oder man von Niesattacken durchgeschüttelt wird, dann rät Maibach, sich mit den richtigen Medikamenten zu behandeln. «Denn wenn eine Pollenallergie unbehandelt bleibt, kann das sogar Asthma auslösen.»

Vom grossen Ansturm auf Anti-Allergika Medikamente merkt Andreas Schürmann, Geschäftsleiter der Basler Bahnhofsapotheke, trotz des guten Wetters noch nichts. Bisher sei die Zahl der Medikamentenherausgabe nicht höher als letztes Jahr.

2013 sei es laut Schürmann so gewesen, dass erst im Juni die Zahl der Medikamentenverkäufe explosionsartig zugenommen habe. Allergiker mit Heuschnupfen rät er, sich nicht zu sehr den fliegenden Pollen auszusetzen. Das heisst, so schade es auch ist, sich von offenen Feldern und Wiesen fernzuhalten.