Ein Lehrer der Sekundarschule in Pratteln hat Zeugnisnoten gefälscht. Laut dem Nachrichtenportal «Onlinereports» haben zwölf Schüler, die im Erlimattschulhaus die neunten Klassen besuchen, in den Fächern Geschichte, Geografie und Englisch von ihm verbesserte Noten erhalten. Ihre Leistungen wurden um mindestens eine ganze Note nach oben frisiert. Die Motive des Lehrers sind noch unklar.

Rektor Daniel Hänggi bestätigt die Informationen von «Onlinereports». Er habe sich mit dem Amt für Volksschulen und dem Rechtsdienst abgesprochen. Die betroffenen Schüler sowie deren Eltern und das Schulrats-Präsidium wurden informiert. Der Lehrer habe die Fälschung gestanden. Er ist momentan krankgeschrieben. Welche Konsequenzen seine Verfehlungen haben werden, sei noch nicht geklärt.

«Es handelt sich nicht um ein Kavaliersdelikt. So etwas geht natürlich nicht», sagt Hänggi gegenüber «Onlinereports». Die Zeugnisse der betroffenen Schüler wurden wieder angepasst. Die frisierten Noten hatten laut Hänggi keinen Einfluss auf die Promotion der Sekundarschüler.

Der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich wisse nichts von der Sache, er stellt aber Abklärungen für Donnerstag in Aussicht, wie er «Onlinereports» schreibt.

Der Fall ist für das Erlimattschulhaus ungünstig, war es bereits vor einigen Monaten in den Schlagzeilen, weil eine Lehrerin angeblich mit einem Schüler Sex hatte. (zam)