Sein Vorschlag sieht vor, den Veloweg linksufrig der Frenke ab Talhaus bis Bärenmatte bis zur Hauptstrasse in Richtung Lampenberg um rund 200 Meter zu verlängern. Heute müssen Velofahrer und Fussgänger die Hauptstrasse zwischen Bubendorf und Hölstein sowie die Gleise der Waldenburgerbahn überqueren.

Zusätzlich brisant: Momentan steht aufgrund eines Böschungsrutsches vom 24. Dezember das Trottoir im Bereich «Oberes Talhaus» bis auf weiteres nicht zur Verfügung. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass weiteres Erdmaterial und Steine auf das Trottoir nachrutschen könnten», sagt Christian Scholer, Leiter des Geschäftsbereichs Kantonsstrassen beim Tiefbauamt. Sobald es im Frühling die Witterung zulasse, werde die Böschung stabilisiert, sagt Scholer.

Anliegen wohlwollend aufnehmen

«Die Idee dieser attraktiveren Linienführung ist eigentlich bereits ein Vierteljahrhundert alt», sagt Walter Gysin. Vor allem für die umliegenden Gemeinden sei die Erweiterung von Interesse. Tatsächlich stiess die Idee bei den Gemeinden Hölstein und Lampenberg auf offene Ohren. In einem gemeinsamen Schreiben an die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) vom 3. Januar unterstützen die beiden Gemeinden Hölstein und Lampenberg Gysins Vorschlag und verweisen auf Aussagen von Regierungspräsident Jörg Krähenbühl, in denen er den Fuss- und Veloverkehr neben dem motorisierten Individualverkehr und dem öV als dritte Säule des Personenverkehrs bezeichne.

Die beiden Gemeinden bitten das BUD, das Anliegen wohlwollend aufzunehmen. In Liestal kam diese Bitte an. «Wir prüfen die vorgeschlagene Linienführung im Rahmen der Variantenuntersuchung für die künftige Linienführung auf besagter Strecke», sagt Urs Roth, Leiter des Geschäftsbereiches Verkehr beim Tiefbauamt. Er sagt weiter, dass auf dem Trottoir an und für sich eigentlich ein Fahrverbot für Velos gelte. Da dieses aber wenig frequentiert sei, werde es oft von Velofahrern genutzt.

Vorstoss im Landrat

Nicht zufrieden mit der Situation ist der grüne Landrat Stephan Grossenbacher aus Niederdorf, der als Verfechter von Velowegen gilt: «2007 waren die Planungen für die Velowege in den beiden Frenkentälern bereits so weit fortgeschritten, dass deren Umsetzung für 2010 ins Auge gefasst wurde.» Nun möchte er mittels einer Interpellation in Erfahrung bringen, wann die Bevölkerung mit der Realisierung der geplanten Projekte rechnen kann. Die Interpellation wird heute eingereicht. Im Vorstoss wird vor allem auf die Gefährlichkeit der Ist-Situation der Radwege zwischen Bubendorf und Hölstein, zwischen Niederdorf und Oberdorf sowie zwischen Bubendorf und Ziefen hingewiesen. Mitunterzeichnerin der Interpellation ist die FDP-Landrätin Monica Gschwind aus Hölstein.