Die Psychiatrie Baselland hat im vergangenen Jahr 10'076 Patientinnen und Patienten behandelt. Das bedeutet eine Zunahme um 4,8 Prozent. Positiv war die Entwicklung auch in finanzieller Hinsicht: Der Jahresgewinn stieg um 4,9 Prozent auf 1,9 Mio. Franken.

Die Verantwortlichen der Psychiatrie Baselland sind mit dem vergangenen Jahr zufrieden, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Trotz höherer Patientenzahl konnte der Betriebsaufwand fast auf Vorjahresniveau gehalten werden. Er stieg um 0,6 Prozent auf 94,7 Mio. Franken.

Obwohl bei den Mitarbeitenden eine Zunahme um 0,3 Prozent auf 972 verzeichnet wurde, sank der Personalaufwand um 0,5 Prozent auf 75,4 Mio. Franken. Dagegen stieg der Sachaufwand um 5,2 Prozent auf 19,2 Mio. Franken. Der Betriebsertrag nach Rückstellungen belief sich auf 99,9 Mio. Fr., was einem Plus um 0,3 Prozent entspricht.

Bei der Bettenauslastung wurde ein Rückgang um 1,8 Prozentpunkte auf 94,9 Prozent registriert, was im Communiqué jedoch als nach wie vor erfreulich hoch beurteilt wird. Eine starke Zunahme wurde bei den ambulanten Patientinnen und Patienten verzeichnet, deren Zahl um 4,9 Prozent auf 7706 anstieg. Sie steuerten 9,6 Mio. Fr. zum Ertrag bei.

Neue Privatklinik und Neubau für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Als neues Angebot nimmt die Psychiatrie Baselland im Mai eine Privatklinik in Betrieb, die aus der bisherigen Privatabteilung entsteht. Die Zahl der Betten wurde von 16 auf 26 erhöht, die sich alle in komfortablen Einzelzimmern befinden.

Ausgerichtet ist die neue Klinik unter der Leitung von Chefarzt Joachim Küchenhoff auf Psychotherapie für Menschen der Generation 65plus sowie die Behandlung von Depressionen, Lebenskrisen und Burnout. Anbieten will die Klinik ihre Dienste insbesondere auch englischsprachigen Patienten.

Als weiteres Projekt plant die Psychiatrie Baselland einen Neubau für die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Terminiert ist der Bezug des neuen Gebäudes an der Goldbrunnnenstrasse in Liestal für 2017. Behandelt werden sollen dort namentlich auch junge Menschen mit Essstörungen.

Die Psychiatrie Baselland zählt sich zu den führenden psychiatrischen Institutionen der Nordwestschweiz, die immer mehr auch von Patientinnen und Patienten von ausserhalb des Kantons Baselland genutzt wird. So stieg ihr Anteil letztes Jahr von 18 auf 19,7 Prozent.