2012 war ein hartes Jahr für die Psychiatrie Baselland (PBL). Der Kanton hatte den Beitrag für gemeinwirtschaftliche Leistungen - also jene Leistungen, die nicht von der Krankenkasse abgedeckt werden - um rund einen Drittel gekürzt. Allerdings ohne bei der PBL dafür weniger Leistungen zu bestellen. Noch dazu zog die Bettenauslastung stark an. «Wir haben alles gegeben, um vergangenes Jahr unseren Auftrag trotz der Kürzung zu erfüllen, doch für 2013 wäre uns der Schnauf ausgegangen», sagt PBL-CEO Hans-Peter Ulmann. Die Konsequenz: «Wir müssten wichtige Angebote weitgehend einstellen.»

Ulmann zeigt sich dementsprechend erleichtert, dass der Regierungsrat gestern den PBL-Beitrag für 2013 wieder auf das Niveau von 2011 festsetzte und 8,33 Millionen Franken zahlen will. Damit folgt die Regierung einem Antrag des PBL-Verwaltungsrates (die bz berichtete).

Millionen noch nicht ganz gesichert

Allerdings sind die zusätzlichen Millionen noch nicht auf sicher. Erst muss noch der Landrat seinen Segen geben. «Da ist noch einiges an Zündstoff drin», warnt deshalb Peter Brodbeck. Der Präsident der landrätlichen Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission kann sich gut vorstellen, dass in der Kommission oder danach im Landrat der Leistungsauftrag der PBL wegen des bestehenden Spardrucks nicht unbestritten bleibt.

Ulmann gibt sich dennoch zuversichtlich und lässt durchblicken, bereits «breit abgestützte positive Signale» aus dem Landrat erhalten zu haben. Kantonsarzt Dominik Schorr bittet derweil um Verständnis für die jährlichen Schwankungen der Beiträge: «Wir sind erst in Jahr Zwei der neuen Spitalfinanzierung und bügeln noch Fehler aus.» So seien die Stundenansätze zur Bemessung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen in der Psychiatrie 2012 zu tief gewesen.

Auch Kantonsspital ist zufrieden

Schorr sagt aber auch klipp und klar: «Die jetzige Erhöhung bedeutet nicht, dass diese Beiträge auch 2014 garantiert sind.» Beim Kanton sei nämlich niemand begeistert ob der zusätzlichen 2,6 Millionen Franken. «Wir prüfen, ob es künftig für gewisse Aufgaben nicht günstigere Leistungserbringer gibt.» Allerdings wolle man natürlich die etablierten Institutionen nicht kaputtmachen, betont Schorr. Ulmann gibt sich selbstbewusst: «Andere Anbieter werden uns nicht verdrängen können, denn wir sind mittlerweile sehr effizient geworden.»

Ebenfalls zufrieden mit dem Kantonsbeitrag zeigt sich das Kantonsspital Baselland. Urs Roth, Leiter Tarife, sagt: «Natürlich erhalten die Spitäler in Basel-Stadt höhere Entschädigungen, aber auch hier haben wir eine gesunde Basis.»