Die Baselbieter SP-Landratsfraktion verliert eine ihrer renommiertesten Exponentinnen. Regula Meschberger tritt per Ende Mai aus dem Parlament zurück. Nach 15 Jahren verlässt die Birsfelderin vorzeitig den Landrat. Sie beendet damit ihre vierte und letzte Amtsperiode, die in einem Jahr geendet hätte, nicht.

In ihrem Rücktrittsschreiben, das der bz vorliegt, äussert sie sich zu den Gründen für ihren Abgang: «Ich habe mich entschlossen, ein weiteres Jahr mit einem grossen Pensum meinen Beruf als Schulleiterin auszuüben», erklärt sie. Damit meint Meschberger ihre Anstellung als Leiterin des Oberstufenzentrums Dorneckberg in Büren. Obwohl sie eigentlich bereits das Pensionsalter erreicht hätte, entschied sich die 65-Jährige, nach der Kündigung der Co-Leiterin Franziska Buchwalder die alleinige Leitung im Vollpensum zu übernehmen. Wer für Meschberger in den Landrat nachrückt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar.

Ton sei rauer geworden

«Ich habe 15 spannende Jahre in der kantonalen Politik erleben und mitgestalten können. Diese Zeit möchte ich nicht missen», schreibt Meschberger. Das Präsidieren von Kommissionen, die Auseinandersetzungen und Diskussionen hätten sie geprägt und seien eine Weiterbildung für sie gewesen. Allerdings sei der Ton rauer geworden, gibt Meschberger zu bedenken. «Persönliche Angriffe sind keine Seltenheit mehr», bedauert die Abtretende, die von 2015 bis 2016 gemeinsam mit Adil Koller die Baselbieter SP leitete.

Dem Birsfelder Gemeinderat, dem sie seit 2012 angehört, wird Meschberger auch künftig treu bleiben. Die Sozialdemokratin ist in ihrer Wohngemeinde Vorsteherin des Departements «Leben in Birsfelden».