Die in einem Asylheim tätige Frau sei bereits Ende Juli verwarnt worden, teilte die Gemeinde Reinach am Dienstag mit. Weil die Sozialarbeiterin den Anweisungen nicht genügend Folge geleistet habe, wurde sie Mitte August per sofort freigestellt.

Kurz zuvor hatte die Asylbetreuerin bereits von sich aus gekündigt, wie Gemeindepräsident Urs Hintermann auf Anfrage sagte. Im Konflikt geht es gemäss dem Communiqué um unterschiedliche Auffassungen über das Verhalten gegenüber einem minderjährigen Asylbewerber. In Reinach werden seit letztem Jahr unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) betreut.

Nähere Angaben zum Strafverfahren wollte die Gemeinde mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz nicht machen. Eingeleitet worden sei das Verfahren von den Strafverfolgungsbehörden, als die Frau freigestellt wurde. Inzwischen seien die Ermittlungen abgeschlossen, und die Angelegenheit müsse von der Staatsanwaltschaft beurteilt werden. Es gelte die Unschuldsvermutung.

Dass sie den Fall am Dienstag publik machte, begründet die Gemeinde mit Recherchen eines Journalisten. Dieser werfe Reinach vor, nicht adäquat gehandelt zu haben und die Angelegenheit zu vertuschen. Sie bedaure den Vorfall sehr und sei an einer lückenlosen Aufklärung des Sachverhalts interessiert, hält die Gemeinde fest.