«Das Unternehmen war in den letzten Jahren sehr erfolgreich, es sind mehrere Tochterunternehmen im In- und Ausland entstanden», erklärt Kommunikationschef Lukas Eiselin auf Anfrage. Das habe die Anforderungen an die Unternehmensführung erhöht. Der Nachfolger des 60-jährigen Felix Richterich heisst Thomas P. Meier, stammt aus dem Kanton Zürich und ist zuvor Mitglied der Konzernleitung des Küchen-Herstellers Franke gewesen. «Meier bringt eine fundierte internationale Sichtweise mit», sagt Eiselin.

Parallel dazu wechselte Felix Richterichs Cousine Eva Richterich Anfang Jahr vom Verwaltungsrat in die Geschäftsleitung, dies als neue Marketingchefin. Gemäss Eiselin verfügt sie über «eine grosse Expertise in den Bereichen Innovation und Digitalisierung». Sohn Raphael Richterich hingegen wolle sich weiterhin auf sein Amt als Vizepräsident des Verwaltungsrats fokussieren, das er Anfang 2018 übernommen hat. Der 34-Jährige sehe seine Zukunft bei Ricola eher in einer strategischen Rolle, so Eiselin. «Mit Eva Richterich bleibt die Familie in der operativen Unternehmensführung vertreten.»

Die Firma ist wieder stabil

Felix Richterich hat das Familienunternehmen Ricola seit 27 Jahren geleitet. Bereits 2003 zog er sich zum ersten Mal aus dem operativen Geschäft zurück und übergab den CEO-Posten an Adrian Kohler. Als dieser Ende 2011 Suizid beging, musste Richterich vom einen auf den anderen Tag wieder einspringen, um das Unternehmen in ruhigere Bahnen zu lenken und Stabilität herzustellen. Dies sei nun gewährleistet, bestätigt Eiselin. «Sowohl das Wachstum der Firma als auch die Zusammensetzung der Geschäftsleitung waren in den letzten Jahren konstant.»