Roche beabsichtigt, den westlichen Teil der Kesslergrube in Grenzach, für den sie verantwortlich ist, aufwendig zu sanieren. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis 2021 dauern und 239 Millionen Euro kosten – ein Betrag, den Roche vollständig übernimmt. So sollen der sogenannte Perimeter 1 und Teile des angrenzenden Perimeters 3 vollständig ausgehoben werden. Das Aushubmaterial wird extern thermisch entsorgt.

Die Kesslergrube liegt direkt am Rhein vis-à-vis dem Containerterminal im Birsfelder Hafen und somit wenige hundert Meter vom Trinkwassererfassungsgebiet Hardwald.

Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Grenzach hat Roche laut Medienmitteilung der Firma darauf hingewiesen, dass Bahn und Schiff für den Abtransport favorisiert werden, um Camion-Transporte durch Grenzach-Wyhlen zu vermeiden. Das sanierte Gelände soll später gewerblich genutzt werden.

Kiesgruben mit Abfällen gefüllt

Am Ort der Kesslergrube befanden sich zwischen 1913 und 1969 mehrere Kiesgruben, die seit den fünfziger Jahren wieder aufgefüllt wurden, auch mit Abfällen der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Das Ablagerungsvolumen beträgt 310 000 Kubikmeter. Ein weiterer Teil der Grube – der 38 000 Quadratmeter grosse Perimeter 1 – gehört BASF. BASF will den belasteten Boden mit einer unterirdischen Dichtwand und einer Oberflächendichtung einschliessen. Ein Entwässerungs- und Reinigungssystem soll sicherstellen, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen. (psc)

Illustrationen zur Sanierung von Perimeter 1 finden Sie hier.