Nach drei Jahren Renovationsarbeiten wurde die Ruine Homburg in Läufelfingen im Beisein von Regierungsrat Urs Wüthrich wiedereröffnet. «Die Sanierung der Ruine Homburg überzeugt», stellte er zufrieden fest. Die «Homburg» ist das erste Burgsanierungskonzept im Kanton Baselland und «dürfte daher auch benachbarte Regionen ausstrahlen». Nach den Ansprachen von Wüthrich und Kantonsarchäologe Reto Marti durften die Primarschulklassen aus Läufelfingen als erstes die neu sanierte Burg besuchen. Marti: «Wir eröffnen die Burg mit jenen Personen, welche die Burg am häufigsten besuchen.»

Anlage erstmals wissenschaftlich untersucht

Im Januar 2008 bewilligte der Landrat einen Kredit von 2,8 Mio Franken zur umfassenden Sicherung der Anlage. Die Ruine war in einem prekären Zustand: Die Mauern drohten einzustürzen. Die Sicherheit der Besucher konnte nicht mehr gewährleistet werden.

Heute präsentiert sich die Ruine in neuer Frische. Marode Mauerpartien wurden saniert, zum Teil auch ab- und wo nötig wieder aufgebaut, Steine ersetzt, Risse geschlossen und Mauerkronen abgedichtet, um in Zukunft das Eindringen von Regenwasser und damit die so gefürchteten Frostschäden zu verhindern. Eine ökologische Baubegleitung sorgte sich um die Erhaltung des spezifischen «Biotops Burg». Und nicht zuletzt wurde die gesamte Anlage erstmals wissenschaftlich untersucht.

Neue Informationstafeln beleuchten Geschichte der Ruine

Mit der Wiedereröffnung erhält die Ruine auch ein neues Informationssystem. Übersichtliche Informationstafeln helfen den Besuchern, sich in der Anlage zu orientieren, und erzählen von der langen und bewegten Geschichte dieses bedeutenden Grafen- und Landvogteisitzes.

Diesen Sonntag bietet die Archäologie Baselland von 14 bis 17 Uhr öffentliche Führungen auf der Ruine Homburg an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Führungen sind kostenlos.