In Sachen Autobahnerneuerung konzentriert sich derzeit in der Region Basel fast alles auf die Totalsanierung des Schänzli-Tunnels. Das zuständige Bundesamt für Strassen Astra nutzt die warme Jahreszeit aber auch für andere Anpassungen auf der A2. So beginnt am 6. August die mehrjährige Instandsetzung der Grenzbrücke zwischen der deutschen A 5 und dem Schweizer Autobahnanschluss auf der Osttangente. Laut Astra wird die Sanierung des 45 Jahre alten Viadukts bis 2022 dauern; begleitet von zeitweiligen Nachtsperrungen und der Reduktion von drei Fahrstreifen auf zwei in Richtung Deutschland. Während der Nachtarbeiten unter der Woche wird sogar nur noch ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung offenbleiben.

Durchgängig vierspurig

Soeben abgeschlossen worden sind dagegen die Anpassungen im Abschnitt Pratteln-Augst. In Fahrtrichtung Basel wurde der Beschleunigungsstreifen zwischen der Ausfahrt Augst/Liestal und der Einfahrt zur Autobahnraststätte, dem gelben «Fressbalken», durchgehend gemacht.

Automobilisten, die nun von August/Liestal herkommend auf die A2 einbiegen und gleich bei der Raststätte wieder raus wollen, müssen sich nun nicht mehr für wenige Meter auf die dritte Autobahnspur einschlängeln, sondern können geradeaus fahren. Auch am Ende des «Fressbalkens» verläuft die Beschleunigungsspur neu seit Dienstagmorgen durchgängig vierspurig bis zur Ausfahrt Pratteln/Schweizerhalle.

Ein gleichartiges vierspuriges Verkehrsregime in Gegenrichtung hat das Astra bereits im vergangenen April eingerichtet.

Situation entschärft

Wie sich das neue Verkehrsregime mit den durchgehenden Beschleunigungsspuren bewährt, wollten weder das Astra noch die Baselbieter Polizei kommentieren. Nach so kurzer Zeit würden keine Erfahrungswerte vorliegen. Hingegen benötigt es keine wissenschaftliche Untersuchung, um festzustellen, dass immer häufiger Schlaumeier versuchen, dank der neuen Spurführung Staus auf der A2 bei Pratteln via Raststätte zu umfahren respektive so die Wartezeit zu verkürzen.

Lob dagegen findet Lukas Ott, der Geschäftsführer des TCS beider Basel, mit Arbeitsort in Füllinsdorf: «Mir scheint insbesondere die Verlängerung der Ausfahrtsspur in Richtung Rheinfelden/Sissach eine gute Sache zu sein. Es bleibt jetzt mehr Zeit, die Ausfahrt nach Liestal zu nehmen.» Früher sei es dort immer wieder zu unübersichtlichen und unfallträchtigen Situationen gekommen zwischen jenen, die von der Raststätte auf die A2 drängen, und jenen, die versuchen, gerade noch die Ausfahrt nach Liestal zu erwischen.