«Viel Spass in der Hölle», hauchte die blonde Zombie-Frau als letzten Gruss. Dann verschwand sie lautlos die Treppe hoch und liess die Besuchergruppe allein vor dem Eingang zur Unterwelt zurück. Es dauerte nicht lange, bis ein weiterer Untoter auftauchte.

Er führte die Gruppe durch das Tor zur Geisterwelt. Zum Abschied gab er den Besuchern dort noch einen letzten Ratschlag mit: «Haltet euch immer an die Regeln. Denn nur die Hälfte der Besucher, die hineingehen, kommen lebend wieder hinaus.»

Ein paar Mädchen kicherten, aufgeregt hielten sie sich an den Händen. Sie gehörten zu der ersten Besuchergruppe, die am Donnerstag an der Katakombennacht der Sekundarschule Laufen teilnahm. Auf dem Programm stand ein Rundgang durch den Keller.

Mit viel Aufwand haben Lehrer und Schüler der Klasse 4 EfL dort eine Geisterbahn aufgebaut. Ihr Ziel war es, das Kellergeschoss dafür zu nutzen, den Besucherinnen und Besuchern einen gehörigen Schrecken einzujagen. Zum ersten Mal taten sie das am Schulfest der Sekundarschule Laufen am 16. November. Damals erschreckten sie vor allem ihre Mitschüler. Weil der Abend so erfolgreich war, wiederholten Sie die Gruseltour am 7. Dezember für ehemalige Schüler und Angehörige.

Es war wohl das letzte Mal, dass die Schule das Kellergeschoss der Sekundarschule so intensiv nutzte. In rund zwei Jahren ziehen die Schüler in das neue Schulhaus gleich nebenan, welches momentan im Bau ist. Dann wird das alte Schulhaus ganz verschwinden, an die Stelle kommt ein neuer Sportplatz. «Mit der Katakombennacht wollten wir bereits jetzt ein erstes Mal Abschied von unserem Schulhaus nehmen», erklärte Mathias Kressig, Lehrer und Initiator der Veranstaltung.

Moderner Neubau geplant

Die neue Sekundarschulanlage Sandloch ist mit der heutigen Anlage kaum zu vergleichen. Geplant ist ein moderner Bau mit drei Stockwerken, im ersten Stock sind die Schulzimmer untergebracht. Schulleiter Gaston Caviezel kommt ins Schwärmen: «Ich freue mich vor allem auf das viele Licht, das wir im neuen Gebäude haben werden», so Caviezel.

Das neue Schulhaus besteht zu einem grossen Teil aus Glas. Jedes Zimmer hat Fenster vom Boden bis zur Decke, und zwar auf allen Seiten. So können die Zimmer auch vom Gang aus eingesehen werden. Als Sichtschutz können die Lehrpersonen Vorhänge ziehen.

Das Dach der Schule ist ein Sheddach. Solche Dächer werden auch für Industriebauten verwendet, damit genügend Tageslicht in die Hallen fällt. «Von aussen sieht das neue Gebäude zwar aus wie eine Fabrik, nicht wie eine Schule», gibt Caviezel zu. «Aber der Effekt des Daches ist grossartig.»

Im Erdgeschoss finden neben dem Lehrerzimmer und Spezialräumen eine Mediathek und eine doppelgeschossige Aula Platz, im Untergeschoss eine Doppelturnhalle, Garderoben und mehrere Zimmer für den Werkunterricht.

Das alte Schulhaus wurde 1963 und 1972 erstellt. Wie eine Projektstudie zeigte, lohnte sich eine Sanierung nicht mehr. «Das heutige Schulhaus ist wirklich nicht mehr zeitgemäss. Es gibt keinen Lift, es ist kalt, und teilweise regnet es sogar hinein», erzählt Caviezel.

Er freut sich deshalb auf den Dezember 2019: Dann werden die Schüler voraussichtlich in das neue Schulhaus umziehen. Nach dem Umzug wird das alte Schulhaus abgerissen, Ende 2020 sollen die Sportplätze und der Rest der Aussenanlage fertig sein.

Insgesamt kostet der Neubau 40 Millionen Franken. Falls in Zukunft ein grösseres Gebäude notwendig würde, wäre das leicht umsetzbar: Das Schulhaus wird so gebaut, dass es mit zusätzlichen Elementen leicht vergrössert werden könnte.