Mit dem Verpflichtungskredit soll die Nachnutzung der FHNW-Gebäude aus den 1970er-Jahren an der Gründenstrasse in Muttenz projektiert werden. Die Altbauten sind schadstoffbelastet und müssen für aktuelle Bedürfnisse umgebaut und ergänzt werden. Die Baselbieter Regierung hatte ihre Vorlage dazu im September vorgestellt.

Die BPK hat nun in der Vorlage nur den inzwischen leicht gesenkten Mehrwertsteuersatz nachgeführt, was zu einer Summe von 13,2 Millionen Franken führt. Dennoch gab das Geschäft gemäss dem am Donnerstag publizierten BPK-Bericht zu reden, unter anderem angesichts der finanziellen Dimension.

Spardruck erfolglos

Das Gesamtinvestitionsvolumen allein für das erste Teilprojekt auf den Polyfeld-Areal 1 hatte die Regierung auf rund 124,2 Millionen Franken geschätzt. In der BPK wurde darauf hingewiesen, dass ein Ja dazu faktisch auch Zustimmung zu den Polyfeldern 2 und 3 bedeute, also Gesamtinvestitionen von über 224 Millionen Franken.

Die BPK debattierte über zwei verschiedene Kürzungsanträge: einen zur Prüfung, wie die Kosten des ersten Teilprojektes von 124,2 Millionen um zehn Prozent (auf knapp 112 Millionen Franken) zu kürzen sind, sowie einen für ein Kostendach von 120 Millionen Franken.

Nach Variantenabstimmungen fielen am Ende beide Anträge in der Kommission durch. Die nur bei der Mehrwertsteuer bereinigte Vorlage wurde darauf oppositionslos bei einer Enthaltung abgesegnet.

2024 fertig

Mit dem ersten Teilprojekt soll eine räumliche Zusammenlegung der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen in Muttenz und Liestalinklusive dem Aussenstandort Pratteln BL erfolgen. Ebenfalls von Grund auf saniert werden soll das Aula- und Mensa-Gebäude. Das Laborgebäude soll durch eine Dreifachsporthalle ersetzt werden.

Abgeschlossen sein soll die Sanierung im Jahr 2024. Der Bezug durch die Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen ist für 2025 vorgesehen.

In weiteren Teilprojekten sind auf dem Polyfeld gemäss Vorlage die Gesamtsanierung und eine Erweiterung des heutigen Gebäudes der Berufsfachschule geplant. Dort sollen Gymnasium und Fachmittelschule sowie das Bildungszentrum des Kaufmännischen Vereins einziehen. Danach könnten die Sportanlagen gesamtsaniert und erweitert werden.

Mit der Zusammenführung der Schulen der Sekundarstufe II sollen Flächendefizite gedeckt, der künftige Flächenbedarf optimiert und betriebliche Synergien genutzt werden. Die Umnutzungen werden möglich, weil die FHNW in Muttenz im Herbst 2018 von ihren bestehenden Gebäuden in einen Neubau zieht.