Der Quartierplan 2 umfasst das Geviert zwischen der historischen Häuserreihe an der Begegnungszone, dem Restaurant Wystube Tschudy an der Bahnhofstrasse, dem Gartenweg und der Rössligasse. Die Fläche, die grösstenteils als Parkplatz dient, beträgt knapp 2400 Quadratmeter. Geplant ist eine Wohnüberbauung mit drei zusammenhängenden Baukörpern, die drei-, vier- und fünfgeschossig sind und Flachdächer aufweisen. Erfolglos beantragt ein Votant, die Dachform der neuen Gebäude derjenigen der Umgebung anzupassen. Dies würde laut einem Fachmann aber die Nutzung beeinträchtigen. Zudem wolle man bewusst das Ortsbild mit Häusern mit Satteldächern nicht konkurrenzieren.

Dass die beiden Quartierpläne zeitlich nicht parallel laufen, stösst auf Kritik. Teiletappen seien ein Nachteil, man müsse gesamtheitlich denken, meint ein Versammlungsteilnehmer. Dieser kritisiert auch das Verkehrskonzept als «nicht zukunftsgerichtet». Er plädiert dafür, einen Schritt zurückzumachen, um Übersicht zu gewinnen und den Quartierplan zurückzuweisen. Die zwei Quartierpläne sind aufeinander abgestimmt, sodass sie kombiniert werden können. So sollen die beiden Einstellhallen später ein einfacheres Verkehrsregime ermöglichen.

Kunsti: Warten auf Antworten

Zur Sanierung der Kunsteisbahn und zum Neubau der Eishalle lässt sich der Gemeinderat einzig entlocken, dass die «aktuelle Kostenprognose mit maximal 9,9 Millionen Franken» rechnet. Das sind 13,8 Prozent mehr als der bewilligte Kredit von 8,7 Millionen. Zum Fragenkatalog dreier Stimmbürger äussert sich die Exekutive weiterhin nicht, obwohl auch die Gemeindekommission beantragt hat, dass der Gemeinderat zu den wichtigsten Fragen Stellung nehmen soll.

«Antworten sind erst nach Abschluss des Projekts möglich, bis jetzt haben wir noch zu ungenaue Angaben. Der Gemeinderat nimmt ein Time-out bis im Juni», orientiert Gemeindepräsident Peter Buser und zeigt Verständnis: Dem Gemeinderat sei bewusst, dass ein öffentliches Interesse nach Antworten bestehe. Personen ergreifen das Wort und kritisieren die Haltung der Behörde.

An der Gemeindeversammlung am 18. Juni dürfte es zur grossen Kropfleerete kommen: Der Gemeinderat muss Antworten liefern und einen Nachtragskredit beantragen, zudem wird die Geschäftsprüfungskommission über ihre Untersuchungen informieren. Und aus der Versammlung sind weitere unbequeme Fragen zu erwarten.