Der Allschwiler Hegenheimermattweg kann ausgebaut werden. Die Stimmberechtigten haben gestern die Korrektion und Umgestaltung für netto 7,2 Millionen Franken mit fast 61 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen. Bei einer Beteiligung von 29,5 Prozent haben 2328 Stimmberechtigte die Vorlage gutgeheissen; 1498 waren dagegen. Der Allschwiler Souverän ist damit den Empfehlungen von Einwohnerrat und Gemeinderat gefolgt. Im Einwohnerrat hatte es ein grosses Mehr für das Projekt gegeben. Das Volk wurde deshalb befragt, weil die Höhe der Ausgabe dies zwingend nötig macht.

An die Gesamtkosten von 11,8 Millionen Franken tragen auch Bund, Kanton und Anstösser bei, sodass auf die Gemeinde Nettokosten von 7,2 Millionen Franken entfallen.
Gegen das Projekt hatten sich nur die Grünliberalen und einige Grüne ausgesprochen. «Mit fast 40 Prozent Nein können wir zufrieden sein», sagt der Grünliberale Einwohnerrat Matthias Häuptli. In Allschwil würden nun mal Kapazitätserweiterungen als Lösungen für die Verkehrsprobleme propagiert, «das ist fest in den Köpfen der Leute verankert». Sogar die SP habe sich damals für die Umfahrung Allschwils ausgesprochen.

Für Häuptli ist jetzt entscheidend, wie die erneuerte Strasse mit dem Bachgraben-Zubringer koordiniert werde. «Wir waren der Meinung, man hätte mit der Sanierung des Hegenheimermattwegs abwarten müssen.» Für Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli (FDP) ist das ein «Scheinargument». Man habe sehr wohl Kontakt mit den Kantonsbehörden und mit Basel-Stadt gehabt. «Ich wüsste nicht, was wir mehr hätten machen sollen.» Das gestrige Ergebnis stimmt sie im Hinblick auf weitere Abstimmungen über Verkehrsbauten in Allschwil positiv. «Es ging beim Hegenheimermattweg immerhin um recht viel Geld.» In Zeiten, in denen überall gespart werde, sei es nicht einfach, solche Projekte beim Volk durchzubringen.

Der Hegenheimermattweg ist die Hauptachse für das boomende Gewerbegebiet am Bachgraben. Trotz ihrer Bedeutung gehört sie nicht dem Kanton, sondern der Gemeinde Allschwil. Saniert wird sie auf einer Länge von 1,5 Kilometern, auf dem Abschnitt vom Grabenring bis zur Kantonsgrenze zu Basel-Stadt beim Gartenbad Bachgraben. Zur Erhöhung der Kapazität werden unter anderem Bushaltestellen modernisiert und ein breiterer Velo- und Fussgängerweg erstellt. (SDA/mec)