Deep Purple, Katie Melua, Xavier Naidoo oder Max Herre: Die Headliner des Summerstage-Festivals trugen zugegebenermassen in den letzten Jahren immer grosse Namen. Und auch dieses Jahr muss sich das Festival in der Grün 80 nicht verstecken: Mit Cro (spielt am Donnerstagabend) konnte einer der momentan erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler verpflichtet werden. Genauso wie Max Herre im letzten Jahr wird auch der Rapper mit der Pandamaske im Rahmen seiner MTV-Unplugged-Tour in Basel Halt machen. «Es freut uns sehr, dass wir ihn in der Deutschschweiz exklusiv hier am Summerstage begrüssen dürfen», sagt Thomas Dürr, CEO der Act Entertainment AG, dem Veranstalter des Summerstage-Festivals, deshalb stolz.

Cro «Bye Bye»

Doch auch wenn mit Cro erneut ein bekannter und beliebter Name das Festivalprogramm anführt, scheint man sich bei den Veranstaltern etwas vor der Konkurrenz zu scheuen. Nicht etwa vor musikalischer, sondern sportlicher: der Fussball-Europameisterschaft. Weil am zweiten Juli-Wochenende, an dem das Summerstage gewohnterweise stattfindet, diesmal das EM-Finale in Frankreich ausgetragen wird, wurde das Festival um eine Woche nach hinten geschoben. «Wir wollten nicht mit Fussball in Konflikt kommen. Ausserdem sind eine Woche vorher fast keine Bands auf Tour», so Dürr.

Basler Repräsentanten

Für die verschobene sechste Ausgabe konnte Dürr mit seinem Team erneut ein Programm zusammenstellen, das dem Konzept des Summerstage entspricht. Neben Cro konnte mit Joe Bonamassa (Auftritt am Freitag) ein weiteres internationales Aushängeschild geholt werden. Bereits im Alter von zwölf Jahren spielte der kleine Joe mit Blues-Legende B. B. King zusammen – und später dann auch mit Joe Cocker und Eric Clapton. Letzterem wird er an seinem Auftritt in Münchenstein sein Konzert widmen und Songs von ihm, Jimmy Page und Jeff Beck covern. «Joe Bonamassa ist der zurzeit wohl beste Gitarrist, den es gibt», freut sich Dürr dementsprechend.

Joe Bonamassa «Drive»

Wie schon bei den vergangen Ausgaben wird es neben den beiden internationalen Tagen auch noch einen Schweizer Tag geben (am Samstag). «Wir wollen jeden Tag ein anderes Publikum ansprechen», erklärt Dürr. Für den Schweizer Tag, der vor allem auch Familien anlocken soll, konnten der mit dem Song «Hippie-Bus» bekannt gewordenen Dodo, Lunik-Frontfrau Jaël, 77 Bombay Street und die Basler Bands Blush und Anna Rossinelli verpflichtet werden. Die Band der Basler Singer-Songwriterin ist in den Augen Dürrs aktuell die stärkste aus der Region.

77 Bombay Street «Up in the sky»

Fehlende Gelder

Für die sechste Ausgabe hatten sich die Veranstalter ausserdem noch etwas Neues überlegt, das aber am Ende dem fehlenden Geld zum Opfer fiel: «Wir wollten eine zweite Bühne aufbauen, wo lediglich junge Nachwuchskünstler hätten auftreten können. Aber ohne finanzielle Unterstützung ist das nicht möglich», sagt Dürr. Die zusätzlichen Kosten von mehr als 15'000 Franken seien ohne Hilfe nicht zu stemmen.

Aber auch ohne diese Neuerung ist sich Dürr sicher, dass dieses Jahr wieder gut 10'000 Menschen das Festival besuchen werden. «Wir sind mittlerweile etabliert und haben jedes Jahr mehr Zuschauer.»

Summerstage Festival 2016, Donnerstag, 14. bis Samstag, 16. Juli, Park im Grünen/Grün 80. Weitere Infos und Tickets unter www.summerstage.ch oder www.actnews.ch