Was ist speziell an Ihrer Gaststätte?

Tanongchai Kongpetch: Ich verwende viele frische Produkte. Ich führe eine Speisekarte mit hiesigen, gutbürgerlichen Menüs und mit thailändischen Gerichten. Einen Teil der Speisekarte - saisonale Menüs - wechsle ich alle zwei Wochen aus.

Weshalb lohnt sich ein Besuch in Ihrem Restaurant?

Unsere Gäste können zu vernünftigen Preisen qualitativ sehr gut essen. Und ich bin stets flexibel.

Bieten Sie eine Besonderheit an?

Natürlich unsere thailändische Küche sowie Fischgerichte. Saisonal bieten wir auch Wild an aus einheimischer Jagd.

Sie sind kein typisches Thai-Restaurant.

Ja, sonst könnte ich hier finanziell nicht überleben. Ein Teil der Gäste kommt zu uns wegen der Thai-Küche, der andere bevorzugt Cordon bleu, Entrecôte oder Schmorbraten. Man kann sagen, wir haben eine «gemischte» Kundschaft.

In welcher Preisklasse bewegen sich Ihre Menüs?

Wir bieten werktags mehrere Mittagsmenüs an mit Suppe und Salat, ab 16.50 Franken. À la carte gibt's Menüs bis 42 Franken.

Wie steht's mit Menüs für die Kleinen?

Auch das haben wir. Schnitzel zum Beispiel, eine Portion Pommes Frites oder Spätzli. Auf der Karte haben wir Spezielles für Kinder. Wir richten uns nach ihren Wünschen. Sogar kleinere Portionen aus der Thai-Küche sind möglich. Aber da müssen wir aufpassen, dass es nicht zu scharf wird.

Haben Sie viele Stammgäste?

Wir haben eine grosse Stammkundschaft aus der ganzen Region. Sonntags kommen immer die gleichen Leute. Da sind wir stets ausgebucht. Auch während der vergangenen Festtage hatten wir Gaststube und Säli immer voll. Wir haben eine strenge Zeit hinter uns.

Sie führen seit gut 13 Jahren dieses Restaurant. Sind Sie hier in Hochwald als Thailänder gut akzeptiert worden?

Ja, ich glaube schon. Ich bin zufrieden. Man kennt mich im Dorf, und ich bin stolz auf das, was ich bisher erreicht habe.

Weshalb sind Sie Gastwirt geworden?

Vor 20 Jahren kam ich in die Schweiz. Otti Baeriswyl führte damals das Hotel Basel. Er fragte mich, ob ich bei ihm arbeiten wolle. So hat alles angefangen. Vom Tellerwäscher habe ich mich kontinuierlich emporgearbeitet bis zum Koch. Danach war ich während der Woche im Stadtcasino Basel tätig und half an Wochenenden bei Otti im Restaurant Herrenmatt bei Hochwald aus. Später war ich Koch im Restaurant Tinguely-Museum. Bis mich im Jahr 2000 Otti Baeriswyl wieder nach Hochwald ins Restaurant Kreuz holte.

Was gefällt Ihnen an Ihrem jetzigen Beruf?

Ich liebe es, hier zu arbeiten. Als ich damals als Thailänder, als Fremder in ein normales Dorf gekommen war, hatte ich zu Beginn Angst, dass die Leute nicht bei mir einkehren würden. Wie sich herausstellte, war diese Angst völlig unbegründet. Mir gefällt auch, mit Familienmitgliedern in einem solch heimeligen Lokal zu arbeiten.

Gibt's auch Schattenseiten?

Die Sommerzeit. Ich finde es unangenehm, wenn es draussen und drinnen extrem heiss ist.

Lässt sich's gut leben als Gastwirt?

Das ist kein Problem. Wir können gut leben. Wenn ich jeden Monat die Rechnungen bezahlen kann, bin ich schon zufrieden. Wir haben sogar immer ein bisschen übrig.