Feldhase Hans war im März 2008 dank des Projekts Hopp Hase zu nationaler Bekanntheit und Fernsehruhm gelangt. Die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens berichtete darüber, wie Hans oberhalb von Wintersingen von Naturschützern kurzzeitig eingefangen und von Landwirt Hans Bieri mit einem Sender und zwei gelben Ohrmarken ausgestattet wurde.

Die Verantwortlichen von Basellandschaftliche Natur- und Vogelschutzverband (BNV), JagdBaselland und Pro Natura Baselland, die gemeinsam hinter der Aktion Hopp Hase stehen, erhofften sich von seinen elektronischen Bewegungsdaten zusätzliche Aufschlüsse über die Lebensgewohnheiten von Feldhasen in der Region.

Ziel von Hopp Hase ist es, dank solcher und anderer Forschungsdaten den Feldhasenbestand im Baselbiet zu erhöhen. Obschon Hans sein Senderhalsband bereits nach einem Jahr wieder abwarf, wurde er dank seiner auffälligen Ohrmarken weiterhin regelmässig im Baselbiet gesichtet. Trotz seines jetzigen Unfalltods erreichte er ein für Feldhasen «durchaus respektables» Alter, wie die Verantwortlichen von Hopp Hase bestätigen.

Auf und ab im Hasenbestand

Hans’ abruptes Ableben gehört zu jenen Rückschlägen, die Naturschützer bei ihrer Feld- und Forschungsarbeit in Kauf nehmen müssen. Selbst Hopp Hase ist nicht vor Rückschritten gefeit. So ist der Feldhasenbestand auf den Feldern von Wenslingen in den beiden vergangenen Jahren regelrecht eingebrochen – vermutlich wegen für junge Feldhasen ungeeigneten, weil zu kleinen Buntbrachen.

Das landwirtschaftliche Zentrum Ebenrain untersucht gerade, wie dank neu angelegter, möglichst breiter und quadratischer Buntbrachen die jungen Feldhasen wieder bessere Überlebenschancen erhalten können.

Jetzt schon erfolgreich verläuft der Hopp-Hase-Versuch zwischen Aesch und Reinach, wo zum vierten Mal in Folge mehr Feldhasen gezählt werden konnten als im jeweiligen Vorjahr – in diesem Frühling stolze 12 Stück. Die Kombination aus hundefreier Zone, hasenfreundlichen Brachen und Getreide scheint laut BNV zu wirken. Dies beweise auch der Direktvergleich mit dem Gebiet nordwestlich des Schlatthofs, wo bis Ende 2011 keine Hopp-Hase-Massnahmen umgesetzt waren und wo der Feldhasenbestand deutlich abnahm.