In idyllischer Umgebung liegt das Hotel Bad Schauenburg, ein paar Kilometer nordwestlich von Liestal. Dort hat sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren einiges getan. Das Hotel und seine Nebengebäude sind vollständig saniert, umgestaltet und erweitert worden. Entstanden ist ein Prachtstück.

«Es ist eine grosse Freude, dass alles so gut gelungen ist», sagt Peter Grogg trocken. Dieser hat das Bad Schauenburg Anfang 2016 von Novartis erworben. Genaue Zahlen gibt es nicht. Aber der neue Eigentümer hat einen zweistelligen Millionenbetrag in die Renovation des Gebäudekomplexes gesteckt. Der Biotechnologie- und Pharmamulti wollte bezüglich Sanierung gewisse Bedingungen stellen. «Ich habe mich jedoch zu nichts verpflichtet», erklärt Grogg. Jedenfalls habe er schliesslich doppelt so viel Geld investiert als Novartis zuvor wollte.

Stéphanie Häring, die 2016 die Geschäftsführung des Hotels von ihrem Vater Fredi Häring übernommen hat, führt stolz durch den neu eröffneten Betrieb. Dieser versteht sich primär als Seminarhotel, ist an Wochenenden aber auch Gastgeber vieler Hochzeiten. «Deshalb haben wir bei der Sanierung darauf geachtet, dass es innen nicht zu businesslike, aber auch nicht zu romantisch wird.» Alles ist schlicht und ohne Schnickschnack, aber würdig für einen Vier-Sterne-Betrieb. Der Eingangsbereich, die Lobby mit Hotelbar, sind eine ideale Visitenkarte. Dank viel Holz wurde der Charakter der Restauranträume beibehalten.

Hat der Altbau noch über 34 kleine Zimmer verfügt, so bietet das neue Hotel insgesamt 38 grosszügige Räume, Familienzimmer und Suiten. Herzstück ist die Schauenburger Suite mit 77 Quadratmetern und einer grossen Terrasse. Der Neubau hinter dem Hauptgebäude, das über 300 Jahre alt ist, zählt 20 Zimmer. Die Gastronomie kann auf mehrere Lokalitäten bis 40 Plätze und einen ausgedehnten Aussenbereich zählen. Das Bad Schauenburg wartet nun mit neun Seminar- und Banketträumen auf, von 6 bis 80 Plätzen. Der Garten liefert Kräuter und Gemüse für die Küche sowie Blumen.

Was im Mai 2016 mit dem Abbruch des früheren Mitarbeiterhauses und einem modernen Minergiehaus als Ersatz begonnen hatte, wurde kürzlich mit der Vollendung der Renovation des Hotelgebäudes abgeschlossen. Es war ein äusserst ambitioniertes Unterfangen, ein derart grosses und komplexes Projekt innert dieser kurzen Zeitspanne durchzuziehen. Eine sehr intensive Phase sei es gewesen, sagen unisono Stéphanie und Fredi Häring, der auch als Bauführer gewirkt hat. Im gleichen Atemzug erwähnen sie Architekt Andreas Emmenegger von Furler und Partner, der grossen Anteil am erfolgreichen Vorhaben hat. Der Betrieb wurde stets, wenn auch reduziert, aufrechterhalten. Sonst wäre das Team auseinandergefallen. Alle 25 Mitarbeitenden – die meisten langjährige – konnten ihre Stellen behalten.

Kritisch äusserte sich Peter Grogg, ebenfalls Hauptaktionär der Hotelkette Sunstar und Gründer der Bachem, über Verantwortliche von Denkmalpflege, Heimatschutz und Landschaftsschutz: «Sie hatten teils komische Vorstellungen.»