Der 70-jährige Theodor Schaller, VR-Präsident der Baselbieter Brauerei AG, kann die Enttäuschung über die Schliessung der Bierbrauerei nicht verbergen: «Es ist sehr schade, dass es nicht geklappt hat. Wir alle hätten gerne weiter gemacht.» 

Das Projekt «Baselbieter Bier» hat im Jahr 2014 in Ziefen begonnen. Schaller wurde an Bord der Baselbieter Brauerei geholt, weil er bereits Erfahrung in dieser Branche mitbrachte: «Ich habe von 1998 bis 2007 die Liestaler Brauerei Ziegelhof geleitet.»

Das junge Unternehmen wäre ein Publikum-Start-Up mit guten Aussichten gewesen. «Unser fünfköpfiges Team hat mit allen Mitteln versucht, das Projekt am Leben zu erhalten. Wie sich herausgestellt hat, war dies leider nicht möglich», berichtet Schaller. 

Zwar herrschte im Herbst 2017 noch Zuversicht, dass die Brauerei fortgeführt werden könnte, doch bereits zum Jahresbeginn war klar, das wird nicht klappen. «Ein provisorischer Jahresabschluss bestätigte unsere Befürchtung, denn er entsprach nicht unseren Erwartungen. Die Umsatzeinbussen, das fehlende Eigenkapital und die hohen Investitionskosten führten schlussendlich zur Überschuldung», erklärt Schaller. Am 19. März verfügte das Gericht die Konkurseröffnung. 

Das Aus des «Baselbieter Bier» ist endgültig. «Im Baselbiet gibt es noch eine weitere Bierbrauerei, doch unser Bier wird es künftig nicht mehr geben», fügt Schaller hinzu.