Vergangene Woche stufte der Kanton Baselland das Feuerverbot herunter. Trotzdem sei beim Feuer machen weiterhin grösste Vorsicht geboten. Konkret heisst das, dass Feuer jetzt in fest eingerichteten Feuerstellen wieder erlaubt ist. Bei starkem Wind muss jedoch darauf verzichtet werden. Himmelslaternen sind nach wie vor verboten. Doris Walther, Sprecherin des Amts für Militär und Bevölkerungsschutz, sagt: «Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und wir haben Tau, was für eine oberflächliche Befeuchtung sorgt. Deswegen kann Feuern/Grillieren in fest eingerichteten Stellen unter Einhalten der notwendigen Vorsichtsmassnahmen und dem vollständigen Löschen des Feuers zugelassen werden.» Das absolute Feuerverbot galt kantonsweit vom 30. Juli bis zum 4. September.

Sissach bleibt indes weiter auf der Hut. Wie der Gemeinderat am Montagmorgen mitteilte, hält die Gemeinde am absoluten Feuerverbot fest: «Die Niederschläge in den vergangenen Tagen haben zwar etwas Feuchtigkeit gebracht, von einer spürbaren Verbesserung der Situation kann aber nicht die Rede sein.» Das Feuerverbot in Sissach gilt bis auf Widerruf des Gemeinderates. Daneben bleiben auch die Empfehlungen für einen sorgsamen Umgang mit dem Wasser in Kraft.

Lage wird weiter analysiert

Laut der Kantonsverwaltung ist Sissach die einzige Gemeinde, von der ein noch bestehendes absolutes Feuerverbot bekannt ist. Auch Nachfragen der bz bei den Nachbargemeinden rund um Sissach haben ergeben, dass das Dorf mit seinem weiterhin bestehenden Totalverbot allein auf weiter Flur steht. Die Gemeinden schliessen sich der Einschätzung des Kantons an, grosse Diskussionen darüber habe es nicht gegeben. Einzig die Gemeinde Nusshof werde das Thema noch diskutieren.

Der kantonale Krisenstab, der die Lage jeweils beurteilt, setzt sich zusammen aus Fachleuten, unter anderem vom Amt für Wald, der Feuerwehr, Landwirtschaft, Fischerei, Natur und Ernährung und der Polizei. Er nimmt jeweils eine Beurteilung für den gesamten Kanton vor. Die Lage wird dauernd beobachtet und analysiert. Jede Gemeinde ist berechtigt, Weisungen herauszugeben, die weitergehen als jene des Kantons.