Der Weg für Silvio Fareri ist frei: Seit Dienstagabend steht fest, dass der 30-jährige gelernte Kaufmann am 2. Mai neuer Parteipräsident der Baselbieter CVP wird. An einer Vorstandssitzung teilte CVP-Vizepräsidentin Béatrix von Sury (59) offiziell mit, dass sie dem Jungpolitiker aus Pratteln den Vortritt lässt.

Von Sury sei nach einem gemeinsamen Gespräch mit Fareri zum Schluss gelangt, ihre Kandidatur fürs Parteipräsidium zurückzuziehen. Die Landrätin und Reinacher Gemeinderätin wolle aber weiterhin als Vizepräsidentin der Partei zur Verfügung stehen und mit ihrer Erfahrung Fareri unterstützen. Dies bestätigen übereinstimmend verschiedene Quellen gegenüber der bz.

An der CVP-Generalversammlung vom 2. Mai in Reinach werden Vorstand und Findungskommission den Parteimitgliedern einhellig Fareri zur Wahl empfehlen. Andere Gegenkandidaten hätten sich nicht gemeldet. Es steht ausser Frage, dass die Parteibasis dieser Wahlempfehlung folgen wird. Fareri wird auf die bisherige CVP-Präsidentin Brigitte Müller-Kaderli folgen, die am 2. Mai zurücktritt, weil sie im Sommer mit ihrer Familie nach Kanada zieht.

In einer ersten Stellungnahme zeigt sich Noch-Präsidentin Müller-Kaderli dankbar dafür, «dass Béatrix trotz ihrer persönlichen Ambitionen so viel Grösse zeigt, einem Jungen den Vortritt zu lassen».