Die zweite Herbstferienwoche ist fast vorbei. Viele daheimgebliebene Kinder aus dem Schulkreis Sissach nutzen während dieser Zeit das Angebot des Ferienpasses. Die zahlreichen Aktivitäten versprechen abenteuerliche und lehrreiche Stunden. Unter anderem können die Kinder die Blindenhundeschule besuchen, hinter die Kulissen der Post blicken oder eine Lama-Trekkingtour unternehmen.

«Der Anlass mit der Feuerwehr zusammen gehört zu den Klassikern unserer Ferienpassangebote», sagt Jacqueline Schnidrig-Marti, Präsidentin des Vereins Ferienpass Sissach. Nach dem erfolgreichen Ernsteinsatz am Dienstagabend standen die Feuerwehrmänner bereits wieder den Kindern für ihre neugierigen Fragen zur Verfügung.

Potenzieller Feuerwehrnachwuchs

Mit vier Einsatzfahrzeugen und Sirenengeheul werden die 21 wartenden Kinder bei der katholischen Kirche abgeholt. Während der Fahrt löchern sie den Feuerwehrmann Beat Lurz mit Fragen zu jeglichen Geräten und Knöpfen, die sie entdecken.

Beim Feuerwehrstützpunkt angekommen, werden die Kinder in Gruppen aufgeteilt. Verschiedene Posten stehen bereit. Schnell ist klar, alle wollen zu den Wasserschläuchen. Dort werden die Kinder mit Jacke und Helm ausgerüstet und dürfen selbst das Löschen ausprobieren. «Der Schlauch ist schon schwer, aber es hat Spass gemacht», sagt die 10-jährige Milena.

Alles ausprobieren

Nach dem Löschen geht es mit dem Skylift, einer Hebebühne auf einem Feuerwehrfahrzeug, hinauf. Aus 30 Metern Höhe können die Kinder die Aussicht über Sissach geniessen. Beat Lurz führt unterdessen seine energiegeladene Gruppe durch das Feuerwehrmagazin. Von den Feuerwehruniformen geht es in die Einsatzzentrale und dann zu den übrigen Fahrzeugen. Dort will wiederum jeder Knopf gedrückt werden, und so heulen abwechslungsweise Sirenen auf oder es kommt eine Durchsage von einem der Ausprobierer. Auch die Gasmasken interessieren, alle möchten genau wissen, wie das nun funktioniert und warum man sie tragen muss.

Von den 21 anwesenden Kindern können sich etwa deren 5 vorstellen, später einmal in der Feuerwehr mitzuwirken. Für Christoph Zumbrunn sind solche Anlässe sehr wichtig: «Wir können den Kindern so spielerisch unsere Arbeit zeigen und sie dafür begeistern.»