Am Ostersamstag findet im Liestaler Nachtclub «Modus» eine grosse Feier statt. Was auf den ersten Blick völlig normal und legitim wirkt, wäre bis vor kurzem undenkbar gewesen.

Denn bis zum Jahr 2011 herrschte im Baselbiet ein Tanzverbot an hohen Feiertagen.

Dabei handelt es sich um ein kantonal geregeltes Verbot von öffentlichen Tanzveranstaltungen an bestimmten hohen christlichen und staatlichen Feiertagen. Diese Einschränkung stiess vielen Partygängern sauer auf: Sie mussten an Weihnachten und Ostern verzichten, auszugehen.

Unwissenheit über die rechtliche Lage

Dass es im Baselbiet ein Tanzverbot gab, ist den wenigsten bekannt. Betreffend schwer ist es auch, sich im Internet über die aktuelle Lage zu informieren.

Wer bei «Google» nach «Tanzverbot im Baselbiet» sucht, erhält lediglich knapp über 600 Ergebnisse, wovon sich die wenigsten um die aktuelle Lage drehen. Gemäss der Online-Enzyklopädie «Wikipedia» steht das Tanzverbot im Kanton Baselland gar noch.

Auf der Plattform «facebook.com» haben sich Gruppen gebildet, die eine Aufhebung des Tanzverbots fordern. Dabei wird unter anderem auch das Tanzverbot im Kanton Baselland kritisiert.

Die Facebook-User kämpften gegen das Tanzverbot

Die Facebook-User kämpften gegen das Tanzverbot

Müssen Partygänger, die sich am nächsten Samstag im Modus oder einem anderen Baselbieter Nachtclub vergnügen, nun doch Angst haben, von der Disco direkt ins Gefängnis zu wandern? Steht das Tanzverbot gar noch?

Verbot definitiv aufgelöst

«Nein», sagt Polizei-Mediensprecher Nico Buschauer gegenüber der bz. «Am 1. Januar 2011 trat das Gesetz über die öffentlichen Ruhetage in Kraft, in welchem diese Thematik neu geregelt wurde.»

Dort sei beschlossen worden, das Tanzverbot definitiv aufzuheben. Hobbytänzer brauchen also nichts mehr zu befürchten.