Fast genau in der Mitte zwischen dem elften Elften, dem ersten Aufflackern des Fasnachtstreibens, und der Chesslete, dem lärmigen offiziellen Auftakt der Fasnacht, liegt Hilari. Dieser Fasnachtsanlass wird in Breitenbach seit über dreissig Jahren gefeiert. Seit einigen Jahre in der Mehrzweckhalle Grien.

Dort fanden sich am Samstag denn auch Guggenmusiken aus der Region, Einzelmasken und andere Fasnachtsfreudige ein, um mit Hunderten von Gleichgesinnten einen tollen Abend zu verbringen. Organisiert wird der Anlass von den Hirzefäger aus Breitenbach. Deren Präsidentin Fabienne Borer freut sich, sechs Guggen in Breitenbach willkommen zu heissen. Man lade bewusst auswärtige Cliquen ein: «Denn die eigenen kennt man ja.»

Kakophonische Höchstleistungen

Und so fätzten und lärmten ab 21.30 Uhr im 45-Minuten-Takt die Gugger, die da gekommen waren aus Aris- und aus Bubendorf, Dorn- und Reinach sowie aus Laufen. Die kakophonischen Musikerinnen und Musiker gaben ihr Bestes. Den Auftakt machten die Ruinenarre aus Dornach, den Abschluss die Rambasse aus Reinach. Und weil es so schön war, und so lange her seit der Fasnacht, musste jede Gugge die eine oder andere Zugabe spielen.

So zog sich der Abend natürlich bis in den frühen (oder späten) Sonntagmorgen hin. Zwischen den Guggenauftritten sorgte der versierte DJ «Dave S» für eine breite musikalische Palette, zu der die Fasnächtler munter mitsangen oder gar in ihren Kostümen tanzten.

Bunt war der Anblick: Römische Soldaten stiessen mit Robin Hoods an, eine Fünfergruppe in Tutus gesellte sich zu Hellebardieren. Zahlreiche Zaungäste verfolgten das muntere Treiben in Zivil. Marco und Janine beispielsweise: «Wir wollen uns auf die Fasnacht einstimmen», sagen sie lachend. Und Sven, der sich dazugesellt, ergänzt: «Ich höre sehr gerne Guggenmusiken», auch wenn er selber seit einigen Jahren nicht mehr aktiver Fasnächtler sei. Ein junges Pärchen dagegen ist nicht in erster Linie der Guggenmusiken wegen gekommen, sondern «um Party zu machen».

So kamen alle auf ihre Kosten. In der grossen Halle standen einige Büdeli und Stände, an denen sich die Gäste verpflegten und weitere Treffen während der bevorstehenden Fasnacht vereinbarten. Ab und zu zog sich der eine oder andere Gugger zurück, um das Handy, inzwischen auch unverzichtbares Accessoires an den tollen Tagen, zu konsultieren. «Chumm doch au no do ane», beschwört ein junger Guggenmusiker die Person am Handy.

Hilari war erst der Anfang

Ihre Fasnachtspremiere hatten die Premiumwaggis aus Röschenz. Die acht jungen Männer nahmen Hilari zum Anlass, erstmals gemeinsam Fasnachtsluft zu schnuppern. «An der Laufner Fasnacht sind wir dann auch dabei», versprechen sie. Bis dahin sind es noch rund fünfzig Tage und noch einige weitere vorfasnächtliche Veranstaltungen wie die Gugge-Night in Erschwil oder die Schwanenzunft-Party in Liesberg.