Nach dem heftigen Unfall zwischen einem Tram und einem Lastwagen in Muttenz bleibt die Tramlinie 14 am Donnerstag unterbrochen. «Es werden durch die BVB im Bereich von Pratteln, Tramendstation, bis Muttenz, St. Jakob, Ersatzbusse eingesetzt, welche den Personenverkehr gewährleisten», teilt die Baselbieter Polizei mit.

Unfall in Muttenz 18.10.2017

Unfall in Muttenz 18.10.2017

Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange.

Die St. Jakobstrasse bleibt gesperrt. Die Polizei bittet darum, das Gebiet auch mit dem Auto zu umfahren. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens kommt es lokal zu Verkehrsbehinderungen.

Zum schweren Unfall war es am Mittwochnachmittag gegen 14.50 Uhr gekommen. Nachdem ein Roller auf der Rennbahnkreuzung mit einem Personenwagen kollidierte, stiessen in der Folge auch ein Lastwagen und ein volles Tram zusammen. Das Tram wurde dabei aus den Schienen gehoben und entgleiste. Mehrere Personen in dem gut besetzten Tram wurden verletzt, sechzehn Personen wurden mit unterschiedlichen Verletzungen ins Spital gebracht. Ein Fahrleitungsmast wurde ebenfalls beschädigt.

Schwerer Unfall in Muttenz

Schwerer Unfall in Muttenz

Ein Lastwagen kollidierte mit einem vollen Tram. Grund dafür war vermutlich der Zusammenstoss eines Rollers mit einem Auto kurz zuvor.

Wie genau es zu den beiden Kollisionen kam, ist noch nicht bekannt. «Ob der LKW dem ersten Unfall ausweichen wollte und deswegen in das Tram gefahren ist, wissen wir nicht. Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts über die Zusammenhänge sagen», sagt Adrian Gaugler, Mediensprecher der Polizei Baselland, zur bz.

Ein Anwohner will gesehen haben, dass der LKW tatsächlich in das Tram gefahren ist und es von den Schienen gedrückt hat. «Im Dreisekundentakt sind Krankenwagen vorgefahren», sagt der junge Mann. Eine Augenzeugin ergänzt: «Es waren sicher 20 Ambulanz-Fahrzeuge, die da mit Blaulicht aufgefahren sind. So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich bin sehr erschrocken. Der Knall beim Unfall war sehr laut. Es sind sogar noch Leute aus der offenen Tramtür geschleudert worden.»

«Insgesamt 37 Personen wurden durch die Sanitäter behandelt, 15 direkt vor Ort», sagte Schadenplatzkommandant Martin Brack am Mittwoch. «Schwerverletzte gab es keine, mittelschwer verletzt wurden fünf Personen. Elf Personen sind leicht verletzt.» Einige Personen wurden befragt. «Zunächst steht jetzt die Bergung des Trams im Vordergrund. Man wird es anheben und dann sehen, wie es abtransportiert werden kann», sagte Brack. Auch die Fahrleitung müsse erneuert werden.