MSA-Präsident Marcel Häring ist zufrieden mit dem technischen Ablauf der traditionellen Modelleisenbahnausstellung. Beeindruckt haben ihn einmal mehr der Einsatz seines Nachwuchses. Diesen zu beschäftigen sei eine der zentralen Aufgaben der Vereinsleitung. «Unsere Anlagen sind so konzipiert, dass die Burschen gezwungen sind, miteinander zu reden. Alle Abschnittsleiter der Anlage müssen sich ständig austauschen, sodass keine Unfälle passieren. Wir pflegen so auch die soziale Komponente.»

Massstab stimmt nicht? Halb so wild

Die Zugsgarnituren erstellen die MSA-Mitglieder im Rahmen ihrer wöchentlichen Zusammenkünfte. Sie sind aus Holz, Kunststoff und vielen weiteren Materialien, die letztlich auch kostengünstig sein sollen. «Die Schüler basteln mit viel Leidenschaft und wir unterstützen sie wenn immer möglich. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Beispielsweise stört es bei uns niemanden, wenn der Massstab nicht ganz passt,» sagt Präsident Marcel Häring.

Das gute Dutzend, das sich dank der kostenfreien Nutzung der Gemeinde-Infrastruktur regelmässig in der Nachwuchsabteilung engagiert, dokumentiert, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Es ist genial, was die Buben alles gebastelt haben. Ihre Züge fahren durch Städte, Dörfer, über Berge, vorbei an Burgen und Schlössern.

In einer ganz anderen Welt

In einer anderen Welt bewegt sich der Modelleisenbahnclub Laufen und Umgebung, der als einer der Gastvereine sein Wirken darstellt. Originalgetreue Nachbauten sind dort Standard, beispielsweise der Bau der Bahnstation Ospizio Bernina. «Was Sie hier sehen, ist die Station im Massstab 1:87. Sie stimmt millimetergenau», beschreibt Präsident Peter Müller seine mit Leidenschaft erstellte Anlage. «Ich lebe für diese Anlage mit sehr viel Herzblut.

Sie kommt an dritter Stelle in meinem Leben, davor sind nur meine Frau und der Beruf.» Der Laufentaler lässt auf dieser Anlage quasi alle RhB-Züge fahren, beziehungsweise alle des Bernina-Express'. «Es kommt vor, dass ich ein Einzelstück auch mal im Ausland einkaufen gehe. Erst kürzlich war ich wegen einer Bernina-Komposition in München». Die Anlagenteile sind in Aesch unterschiedlich gesteuert. Beim MSA-Teil steht das Konventionelle mit Trafo im Zentrum, während bei den Laufner Eisenbahnfreunden die Digitalsteuerung gängiger Standard ist.

Bei Eisenbähnlern fehlt Nachwuchs

Unterwegs auf den Schienen sind Dutzende von Zügen, moderne, historische, detailgetreue oder eben Fantasiezüge. Zum Ausdruck kommt, dass die Eisenbähnler nicht nur spielen, sondern auch planen, bauen und ihr Steckenpferd so betreiben, dass quasi eine Wohlfühlatmosphäre gegeben ist. Nur: Leider sieht es mit dem Nachwuchs generell nicht so gut aus. Die Aescher Organisatoren erhoffen sich deshalb durch die jährlich Ende Januar stattfindende Ausstellung den einen oder anderen Nachwuchsathleten. «Mit zwei bis drei neuen Mitgliedern wären wir schon zufrieden», sagen Müller und Häring unisono.