In Lupsingen und Titterten stehen am Abstimmungswochenende Ende Monat Kampfwahlen in die Exekutive an. In Lupsingen liebäugeln Guido Bürgi und Sibylla Wanner-Häne damit, in den Gemeinderat einzuziehen. Bürgi ist 43-jährig und arbeitet als Maschinenzeichner, Wanner (49) ist ausgebildete Pflegefachfrau. Gewählt werden muss die Nachfolge von Marie-Thérèse Meyer, die nach vier Jahren in der Behörde auf Ende dieses Monats demissioniert.

Cornelia Siegenthaler-Jehle und Willi Wenger kandidieren für die zwei freien Sitze in der Lupsinger Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK). Im ersten Wahlgang im September konnte mit Denise Sauter nur eine offizielle Kandidatin gewählt werden. Deshalb ist die RGPK noch immer nicht handlungsfähig. An der Juni-Gemeindeversammlung kam es zu einem Eklat; nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Gemeinderat trat die dreiköpfige Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission in globo zurück.

Duell auf dem Berg

Die 50-jährige Franziska Maria Freund-Schnell – biodynamische Gärtnerin, Krankenschwester und kantonal geprüfte Naturärztin – sowie Kurt Rinderknecht, 65 Jahre alt und Buchdrucker, wollen in den Titterter Gemeinderat gewählt werden. Sie möchten die Nachfolge antreten für Raoul Josef; dieser tritt auf Ende Jahr zurück.

Im Waldenburgertal sind insgesamt drei Gemeinderatssitze neu zu besetzen. Zu einer Doppelwahl kommt es in Niederdorf: Antoinette Kohler (Jahrgang 1951) und Stefan Plattner (1968) stehen zur Verfügung. Sie streben die Ämter von Rolf Miesch und Rita Plattner an, die per Ende Jahr demissionieren. In Oberdorf kandidiert Thekla Beutler für den frei werdenden Sitz von Verena Kugler, die nach über zwölf Jahren als Gemeinderätin ebenfalls auf Ende dieses Jahres zurücktritt.

Kampfwahl auch in Sissach

Der 34-jährige Patrik Wohlgemuth will in den Gemeinderat von Tecknau einziehen. Er will auf Ruedi Bürgin folgen, der im Oktober aus gesundheitlichen Gründen als Gemeindepräsident per sofort zurückgetreten ist. Wohlgemuth ist beruflich Abteilungsleiter in der Psychiatrie Baselland.

Für den verbliebenen freien Sitz in der Sissacher Gemeindekommission treten im zweiten Wahlgang nur noch Stefan Zimmermann (Pro Sissach) und der von der SP portierte David Foggetta an. Beide hatten im ersten Wahlgang zwar das absolute Mehr klar verpasst, aber deutlich mehr Stimmen erzielt als die beiden SVP-Vertreter, die sich in der Folge zurückzogen. Obwohl Ende September für Zimmermann gut 80 Stimmen mehr eingelegt wurden als für Foggetta, dürfte das Rennen dennoch offen sein. Im ersten Wahlgang schaffte Michael Amsler (FDP) souverän den Einzug in die Gemeindekommission.