In Liestal gibt es rund 150 Vereine. Ihr Angebot reicht von Kultur über Beratungsstellen bis zu Sportangeboten. Letztere sind zahlreich und vielfältig: von Badminton, Beach Soccer über Judo, Handball, Leichtathletik bis zu Schwimmen, Tennis und Volleyball und noch viel mehr. «Viele Jugendliche nutzen das Angebot der Vereine. Diese leisten auch sehr gute Arbeit», sagt Samuel Hasler, Leiter der mobilen Jugendarbeit und Streetworker in der Region Liestal.

Tagsüber und auch abends würden sich unter 18-Jährige oft auf dem Wasserturmplatz, in der Rathausstrasse bei den Sitzbänken oder auf dem Bahnhofsareal aufhalten. Neu sei auch der Platz vor dem Bücheli Center ein beliebter Treffpunkt. «Die älteren, also über 18-Jährigen, weichen aber meist nach Basel aus. Hier gibt es halt praktisch keine Ausgehmöglichkeiten», sagt Hasler.

Die Jugendkommission Liestal engagiere sich allerdings sehr dafür, mehr Plätze im öffentlichen Raum zu schaffen, an denen sich die Jungen treffen und aufhalten können. So könnte Liestal auch attraktiver für sie werden.

Grosses kulturelles Angebot

Musik- und Kulturinteressierte kommen in der Baselbieter Kantonshauptstadt nicht zu kurz: Im Kulturhotel Guggenheim kann sich Jung und Alt im Caffè Mooi verwöhnen lassen und abends diverse Veranstaltungen und Konzerte im hauseigenen Club geniessen. Ebenso in der Kulturscheune: Sie spricht mit Jazzkonzerten von nationalen und internationalen Künstlern beide Altersgruppen an.

Im Theater Palazzo werden auch die Jüngsten unter uns angesprochen: mit Figurentheater und Kinofilmen. Die Kinos Oris und Sputnik zeigen sowohl Hollywood-Filme als auch Kinder- und Dokumentarfilme. Ihre breite Auswahl erklärt auch die konstante Nachfrage. Auch hat die Regionale Jugendband Liestal einen hohen Stellenwert. Mit der Stadtmusik Liestal zusammen gehören sie seit Jahren zur Kultur des Stedtli. Die über 22-Jährigen treten meist nach ihrer Jugendbandzeit in die Stadtmusik über. So ist dies mit Sicherheit ein Ort der Begegnung von Jung und Alt.

Viele Kurse für Senioren

Für ältere Menschen setzt sich die Dienstleistungsorganisation Pro Senectute ein. «Wir richten uns an über 60-Jährige», sagt Philipp Ryser, Leiter des Marketings von Pro Senectute beider Basel. Über 500 Kursangebote in den Bereichen Kultur, Sport, Sprachen und Technik stehen zu Verfügung. Leider fänden die meisten in Basel statt. Und dies sei für viele ältere Leute zu weit weg. Für eine Vergrösserung des regionalen Angebotes, würden aber die finanziellen Mittel fehlen. Trotzdem würden die Sportkurse, wie beispielsweise Aqua-Fit oder Rückentraining, rege besucht. «Auch ist ein generationenübergreifendes Projekt in Planung», verrät Ryser.