Das Muttenzer Hallenbad ist wieder geschlossen: Anderthalb Wochen nach der vermeintlich erfolgreichen Desinfektion wurden erneut Legionellen im Wasser gefunden, wie aus einer Mitteilung der Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission vom Montag hervorgeht.

Warum der Einsatz von Hitze und Chemie «langfristig die nötige Wirkung offenbar nicht erzielt» hat, sei unklar. Nachproben von Warmwasser und Duschwasser waren wieder mit Keimen belastet. Deswegen hat die Gemeinde in Absprache mit den Kantonsbehörden das Bad am Sonntag erneut geschlossen - bis auf Weiteres.

Im März hatte das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bei Routinekontrollen die Legionellen im Muttenzer Hallenbad entdeckt. Erkrankt war niemand. Das Bad wurde darauf für rund zwei Wochen vorsorglich geschlossen und die Anlagen gereinigt. Nach Ostern wurde es wieder geöffnet.

Legionella-Bakterien vermehren sich in Wassersystemen und lösen besonders bei immungeschwächten Personen und Rauchern Lungenentzündungen aus. Diese ist auch als Legionärskrankheit bekannt.