Was ist speziell an Ihrer Gaststätte?

Nicole Di Venere: Wir sind ein italienisches Restaurant. Unsere Teigwaren machen wir alle selber. Wenn eine Bestellung gemacht wird, kochen wir alles frisch. Wir haben unsere Saucen also noch nicht vorbereitet. Zudem haben wir ein schönes Restaurant. Und die Gäste schätzen unser langjähriges Servicepersonal. Man kennt einander und tauscht sich gerne aus.

Bieten Sie eine Besonderheit an?

Jetzt im November bieten wir Wild aus der Region an. Auch haben wir von Januar bis Mai regelmässig unser Antipasti-Buffet mit 50 bis 60 verschiedenen Vorspeisen. Neu organisieren wir im Januar einen Afrika-Abend. Während des Fünf-Gang-Menüs werden Filmausschnitte aus verschiedenen afrikanischen Ländern gezeigt.

In welcher Preisklasse bewegen sich Ihre Menüs?

Unsere Menüs liegen in der mittleren Preisklasse. Pizzen gibt es ab Fr. 15.50. Grosse Fleischportionen kosten rund 40 Franken. Das Mittagsmenü mit drei Gängen bieten wir für 16 bis 18 Franken an. Wir haben auch vegetarische Pizzen und Teigwarengerichte und eine Kinderkarte für die kleinen Gäste.

Haben Sie viele Stammgäste?

Am Stammtisch treffen sich abends die Leute aus Itingen. Auch aus der ganzen Region kommen einige Gäste regelmässig zu uns. Durch Mundpropaganda finden oft neue Leute den Weg zu uns. Vor allem das Antipasti-Buffet ist beliebt.

Wer kommt sonst noch zu Ihnen?

Wir haben viele junge Gäste, da unsere Preise nicht so hoch sind und sie einen gemütlichen Abend bei uns verbringen können.

Weshalb sind Sie Gastwirt geworden?

Giuseppe ist in der vierten Generation Wirt. Er machte seine Kochlehre in der Schweiz. Zuerst führte er ein Restaurant in Ormalingen. Dort lernte ich ihn kennen und machte schliesslich meine Lehre bei ihm. Vor sieben Jahren haben wir gemeinsam das Restaurant Rössli in Itingen übernommen. Er ist für die Küche und den Einkauf zuständig, ich kümmere mich um den Service und die Buchhaltung.

Was gefällt Ihnen an Ihrem jetzigen Beruf?

Giuseppe Di Venere: Ich arbeite gerne mit Leuten zusammen. In der Küche kann ich kreativ sein, neue Menüs anbieten und Anlässe organisieren. Wir sind Dienstleister mit Herz und Seele. Es gefällt mir, die Leute zu verwöhnen.

Gibts auch Schattenseiten?

Nicole Di Venere: Die gibt es doch nicht (lacht). Der einzige Nachteil sind die langen Präsenzzeiten.
Giuseppe Di Venere: Doch dank unserem guten Team können wir auch mal einen Tag freinehmen oder Ferien machen. Das ist nicht selbstverständlich in unserem Beruf.

Lässt sichs gut leben als Gastwirt?

Nicole Di Venere: Reich wird man nicht. Aber das ist auch nicht unser Ziel. Ich möchte, dass die Arbeit mich erfüllt und wir sie gerne machen. Wir können also nicht jammern.
Giuseppe Di Venere: Es geht uns gut, und wir haben ein schönes Leben.

Nicole und Giuseppe Di Venereund ihre 23 Mitarbeiter verwöhnen im Restaurant Rössli in Itingen seit sieben Jahren täglich ihre Gäste. Die beiden betreiben auch einen Partyservice.

www.roessli-itingen.ch