Im voll gefüllten Dom von Arlesheim haben die römisch-katholischen Pfarreileiter des Birstals mit Bischof Felix Gmür den Zusammenschluss ihrer neun Pfarreien zum Pastoralraum Birstal gefeiert. Bischof Felix ernannte Felix Terrier dabei zum neuen Pastoralraumleiter.

«Es war eine Zumutung»

In der Mitte des Gottesdienstes waren die etwa 400 Besucherinnen und Besucher gefragt. «Alle sollen ihre eigenen Töne einbringen können», sagte der neue Pastoralraumpfarrer Felix Terrier und lud dazu ein, in die verteilten Orgelpfeifen zu blasen. Mit einem grossen Plakat gelang es tatsächlich, gemeinsam das Taize-Lied «Bonum est confidere» (Es ist gut, Vertrauen zu haben) zu spielen.

2015 hatte Bischof Felix Gmür Felix Terrier damit beauftragt, die Pfarreien im Birstal zu einem Pastoralraum zu führen. «Es war eine Zumutung, und du hast mir dabei immer vertraut» habe der neue Pastoralraumpfarrer seinem Bischof dieser Tage als Feedback gegeben, erzählte Terrier zum Schluss in seinem Dank an den Bischof.

Und dieses Vertrauen war spürbar, wie sie als «doppelter Felix» den Gottesdienst feierten. Der Bischof knüpfte in seiner Predigt an das päpstliche Schreiben «Amoris Laetitia» an und verband es mit dem Bibeltext, in welchem ein Schuldner den Erlass seiner gigantischen Schulden forderte, aber seinerseits gnadenlos sein gesetzliches Recht ausübte an denen, die bei ihm in der Kreide standen. Glaube und Versöhnung gehörten immer zusammen, folgerte Bischof Felix, und seien eine grosse Herausforderung für uns Christen.

Zum neuen Pastoralraum meinte Gmür: «Mir gefällt der Leitsatz des Pastoralraums ‹Du. Ich. Wir› – besonders gefällt mir, dass das Du zuerst kommt. Das Ich ist ja sowieso da. Nur so kann es zu einem guten Wir kommen.»

Nach dem Gottesdienst feierte man einen ausgiebigen Apéro – auf dem Domplatz, weil just zu Gottesdienstbeginn der Regen aufgehört hatte und die Sonne durch die Regenwolken gedrungen war. So stiess man unter freiem Himmel auf den grössten Pastoralraum im katholischen Baselbiet an, der nun 19'000 Katholikinnen und Katholiken vereint.

Dritter Baselbieter Pastoralraum

Der neue Pastoralraum Birstal ist nach jenen von Allschwil-Schönenbuch und Hardwald am Rhy nun der dritte im Kanton Baselland, weitere befinden sich in der Projektphase. Für Basel-Stadt soll ein einziger Pastoralraum entstehen. (bz)