Die 51-jährige Monica Gschwind (FDP) ist offizielle Regierungs-Kandidatin der Baselbieter Bürgerlichen um FDP, SVP und CVP. Damit greifen die Bürgerlichen den durch Urs Wüthrichs Abgang frei werdenden Sitz der SP sowie jenen von Isaac Reber (Grüne) an. Gschwind soll also das Verhältnis von Bürgerlichen und Linken wieder – wie vor 2011 – auf 4 zu 1 zurechtrücken.

Die gebürtige Luzernerin lebt seit über 25 Jahren in Hölstein und hat sich dort politisch fest verankert. Seit dem Jahr 2000 sitzt die Freisinnige im Gemeinderat, den sie seit 2012 präsidiert.

Die vergangenen vier Jahre politisierte Gschwind zudem im Landrat. Dort machte sie sich vor allem als Finanzpolitikerin einen Namen sowie als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission, wo sie unter anderem den kritischen Bericht zur Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) verantwortete.

Die selbstständige Treuhänderin gilt als stramm bürgerlich und politisiert am rechten Rand der FDP. Zuletzt geriet sie in die Kritik, da der Hölsteiner Gemeinderat vorzeitig aus Gesprächen mit dem Bund um ein grosses Asylzentrum auf Gemeindeboden ausstieg.