Herr Müller, Sie machen Werbung für die Basler FDP. Braucht diese Ihre Hilfe?

Philipp Müller: Nein, die braucht sie ganz sicher nicht. Die haben eine Parteileitung, die weiss, wie der Töff läuft. Ich bin hier, damit wir uns kennen lernen. Ich bin ja erst seit vier Monaten im Amt. Ich bin hier, um zuzuhören und gebe allenfalls ein paar Inputs.

Welche Inputs geben Sie denn?

Es geht mehr um einen Austausch. Man lernt voneinander. Ich will wissen: «Was braucht Ihr in Basel von uns in Bern?»

Sie fordern, dass die FDP frecher werden soll. Sind die beiden Regierungskandidaten Baschi Dürr und Christophe Haller frech genug?

Davon gehe ich aus. Wenn ich die Medienberichterstattung anschaue, dann sehe ich, dass die tatsächlich in der Lage sind, auf sich aufmerksam zu machen. Das alleine reicht aber nicht. Man muss eine gute Politik präsentieren. Das ist die Basis. Politik ist das Organisieren des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Gerade auf einem dicht bevölkerten Raum wie Basel ist das sehr wichtig.

Was trauen Sie der Basler FDP Ende Oktober zu?

Dass sie zulegt. Dass sie sowohl im Parlament wie in der Regierung ihre Sitze holt.

Was hat die Basler FDP denn für eine Bedeutung für die nationale Partei?

Die Basler FDP ist unser Pol. Wenn die Basler FDP einer Sache zustimmt, kommt es querbeet in der ganzen Schweiz durch. Sie ist auffallend. Einen Baschi Dürr kennt man mittlerweile auch im Aargau, wo ich herkomme. Ihm gelingt es, Schlagzeilen zu machen. Ich zweifle nicht daran, dass er diese Wahl nicht schaffen wird. Ich bin ausserdem positiv überrascht, dass Christophe Haller ebenso gut im Rennen liegt. Ich bin überzeugt: Zwei FDP-Sitze in der Basler Regierung liegen im Bereich des Möglichen.