Im März des vergangenen Jahres konnten rund 60 Schülerinnen und Schüler aus Allschwil ihre Ideen für die Gestaltung des Schulhofes des neuen Schulhauses Gartenhof einbringen. Jetzt ist klar, welche Ideen  die Landschaftsarchitekten aufgenommen haben. Für die Präsentation  am letzten Mittwoch opferten die interessierten Schülerinnen und Schüler sogar ihren schulfreien Nachmittag.

Ein erstauntes Raunen geht durch die Reihen der rund 35 anwesenden Kinder: Kai Beschorner, der zuständige Architekt für die Aussenraumgestaltung beim neuen Schulhaus Gartenhof, präsentiert das Bild mit dem neuen Klettergerät für den Pausenhof. Detailliert zeigt er auf, wie er und seine Mitarbeitenden aus den Zeichnungen, Texten und Modellen der Kinder das neue Klettergerät entwickelt hatte.

Kinder hinterfragen die Entwürfe

Ein Kinder fragt spontan: “Bekommen wir das?“ Das multifunktionale Klettergerät fasziniert die Kinder, wirft aber auch Fragen auf: „Wie kommt man von unten in die Kletterspinne?“ oder „Wie hoch ist das Klettergerüst am höchsten Punkt?“ Die Kinder wollen es genau wissen. Schliesslich haben sie sich im Workshop eingehend Gedanken dazu gemacht. Viele erkennen ihre Ideen im Bild wieder. Viel Begeisterung zeigen die Kinder auch beim Wasserpiel-Labyrinth, welches zahlreiche Möglichkeiten gibt, das Wasser in den Kanälen zu stauen und umzuleiten, bis es in den Sand fliesst, der das Spielgerät umgibt. „Kommt da immer Wasser?“ fragt ein Kind. Kai Berschorner erklärt, warum das Wasser im Winter abgestellt werden muss, weil sonst die Leitungen einfrieren.

Das Team des Partizipationsprojektes KinderKraftWerk leitet anschliessend Gruppengespräche, in denen die Kinder nochmals detailliert Fragen stellen und die Pläne auf Herz und Nieren prüfen können. Die Entwürfe werden nochmals den Modellen gegenübergestellt. Einige sehen zum ersten Mal eine Rutschbahn aus Gummi ohne Seitenführung. Andere fragen sich, ob man in den Kanälen des Wasserlabyrinths auch Schiffe fahren lassen kann.

Gute Noten für die Architekten

Am Ende erhalten die Architekten von den Kindern gute Noten und einen anhaltenden Applaus. Schon jetzt ist geplant, dass sie bei den Baumpflanzungen wieder an ihrem Schulhof mitarbeiten können. Nun heisst es warten bis zum Sommer, dann ziehen gut 700 Kinder ins neue Gartenhof Schulhaus. Einige davon, haben ein Stück davon mit geplant. Ein Erlebnis, das bleibt.