47 Jahre heimisch in Frenkendorf

Oft liest man jetzt sogar in Tageszeitungen, was Menschen erlebten, wenn sie aus einem fremden Land in die Schweiz kamen. So auch bei mir darf ich ruhig schreiben. Einfach nur etwas von unserer Familie über 47 Jahre Frenkendorf. Im Jahre 1971 kamen meine Frau, eine Baslerin, und ich, geboren im Sudetenland, doch 1945 als ein Flüchtling dann in Hessen, so auch in München und Memmingen, in das Baselbieter Frenkendorf. Dann eine Zeit lang in St. Gallen und Neuchâtel. Den Grund kann ich erklären. Mein Onkel hiess Mühlemann, der meine Tante im Sudetenland heiratete. Er hatte auch in Tschechien eine Fabrik, die man ihm wegnahm. Tschechien war zu jener Zeit ein kommunistisches Land. Also kehrte er zurück mit der Frau in die Schweiz. Gossau und Bischofszell waren die Orte. Wir als Wundrak Familie in Memmingen waren oft zu Besuch. Das war auch der Grund, warum ich meine erste Stelle beim Bankverein in St.Gallen bekam. Dann einfach noch wegen der französischen Sprache ging es 2 ½ Jahre nach Neuchâtel. Und zu jener Zeit hatte es die Möglichkeit mit dem zweiten Bildungsweg. Also ging ich mit meinem Schweizer Kollegen zunächst in eine Sprachschule nach London. Beim Geburtstag vom Churchill durften wir als Sprachschüler "Gratulieren". Danach machte mein Freund das Buchhalterdiplom, ich in Deutschland das Betriebswirtschafts Studium. Wegen dem Studium, dann auch wieder München, Göttingen und Hamburg.  Danach 1 Jahr bei der Deutschen Bank in Frankfurt, wo es zu jener Zeit noch keinen Joe Ackermann hatte. Und wegen meiner Arbeit „Die Neuorientierung der Kunden im Hinblick auf das Massengeschäft“ war dann die Möglichkeit eine Stelle bei der Generaldirektion beim Bankverein in Basel zu bekommen. Wegen St.Gallen und Neuchâtel schon beim Bankverein hatte ich ja die guten Referenzen. Dann eben das Kennenlernen meiner Frau. In Basel gab es zu jener Zeit keine Wohnung. Es war auch die Zeit der Schwarzenbach Initiative. Man wusste nicht, ob die Schweiz noch weiterhin möglich war. Hatte auch Kollegen beim Bankverein aus dem Elsass, die waren natürlich auch verunsichert betreffend Arbeit. Das Schweizer Volk lehnte die Schwarzenbach Initiative ab. Also war die Zukunft nicht nur für mich gegeben, sondern auch für viele andere.  Also ging die Reise nach Frenkendorf.  Wir hatten auch einen Sohn mit dem Namen Andreas. In der Hohlen Gasse hatten wir unser Haus, einfach gekauft mit ein wenig Bargeld und auch einer Hypothek von der Bank. Ober unserem Haus  wohnte der Ernst Martin, der sogar zum Landratspräsidenten gewählt wurde. Und in unserer Hohlen Gasse wohnte  auch der Gemeinderat Werner Mugglin mit seiner Familie.  Und visavis von unserem Haus, eine Familie Thommen.  Diese Dame, die wurde dieses Jahr 104 Jahre alt. Wir hatten Zueinander ein gutes Verhältnis. Viele dieser Familien in unserer Nachbarschaft hatten Kinder, also wie wir einen Sohn. Wir lebten uns ganz gut ein. Und der Sohn ging in den Kindergarten und auch zur Schule. Also lernte man auch andere Leute von Frenkendorf kennen. In der Politik, wenn ich mich richtig erinnere, es hatte nur die FDP und die SP. Zu jener Zeit keine SVP, dann später schon. In der Regel war der Gemeindepräsident jemand von der FDP,  später ein Paul Jenni auch von der SP. Auch eine Dame von der FDP ist es gewesen zu jener Zeit, eine mit dem Familiennamen Martin. Und auch ein Landwirt wohnte nicht weit von uns entfernt, dieser mit den Namen Müller. Alles Namen, die es auch in Deutschland hatte. Es gab viele Martin in Frenkendorf, so auch einen Gert Martin, der ein Lebensmittel Geschäft hatte.  Auch ein Baugeschäft hatte es mit dem Namen Martin. Auch der Name Lander wurde uns als Familie zum Begriff. Richtig, dann auch Fässler. Wurde auch eingebürgert später als Frenkendörfer mit der Familie von einem Martin, Fässler und Lander. Jetzt einfach das Leben zu jener Zeit im Dorf. Einkaufen. Es gab den Metzger Hägler, dann die Bäckerei Sommer und Stephan. Auch einen Coop gab es im oberen Dorfteil. Natürlich auch das Lebensmittel Geschäft vom Gerd Martin. Dann auch noch viele  Restaurants und Beizen, so sagte man doch auch Luigi Beiz. Wollte man wissen was im Dorf so lief, einfach ein Bier, egal in welchem Restaurant. Ich ging in der Regel in den Schlüssel, wo die Frau Stebler die Wirtin war. Sie war immer sehr nett. Der Rebstock, der Schlüssel, so auch schon den Wilden Mann, auch die Halde wie auch Restaurant Central. Wie gesagt dies alles im oberen Dorf. Es gab auch das untere Dorf, wo man kaum war. Höchstens dann, wenn es mit der Bahn ging vom Bahnhof Frenkendorf-Füllinsdorf nach Basel oder auch via Liestal nach Olten. Besonders interessant waren der kleine und grosse Banntag, wo man mit der Zeit auch Leute kennen lernte. Auch den Lehrer Emil Probst. Man könnte noch viel schreiben, das wäre dann  jedoch ein Buch. Das lass ich lieber bleiben. Vielleicht dies doch noch zur Erinnerung.  Auf der Egg gab es eine neue Schule und auch die neue Sporthalle Egg.  Und erinnern tue ich mich auch noch betreffend Abstimmung, ob Strasse zur Anker Brauerei, dies beim Friedhorf  vorbei. Vorgesehen war am Standort von der Anker Brauerei ein Einkaufszentrum. Das Dorf sagte nein.  Warum? Man wollte das Gewerbe damit retten. Trotzdem wurde die Anker Brauerei verkauft, einfach dann die MIFA als Waschmittel Unternehmung. Und neu hat es heute die Läckerli Produktion von der Tochter vom Christoph Blocher.  Dann hatte es trotzdem mit der Zeit die Migros in Füllinsdorf, auch die BLKB im Schönthal.  Neu den Coop im unteren Dorfteil. Frenkendorf.  Also das Gewerbe siedelte sich in einer anderen Weise neben der Migros an.  Ein Restaurant, die BLKB, die Drogerie, jetzt sogar auch Apotheke. So kann man sagen, zwei Dörfer, die einen hohen Lebenstandard haben. So auch gute Verkehrsverbindungen, egal, ob mit Bus oder Bahn. Und auch schnell ist man in Liestal wie auch in Basel. Dann wäre es eine Sünde, wenn man nicht dass gute Verhältnis zur Nachbargemeinde Füllinsdorf erwähnte. So auch der Bahnhof auf Boden Frenkendorf heisst Bahnhof Frenkendorf-Füllinsdorf. Und gemeinsam hat man auch das Altersheim auf dem Boden in Füllinsdorf. Und auch der Eben-Ezer für ältere Leute ist zu ewähnen. Dann auch nicht vergessen den FC Frenkendorf. Spieler aus Frenkendorf und Füllinsdorf hat es in diesem Fussball Club. Und wo man noch nicht den Kunstrasen hatte, so spielten auch einige Jugend Mannschaften beim Schulhaus in Füllinsdorf ihren Fussball in der Meisterschaft. Und der Senionrenverein heisst Frenkendorf und Umgebung, also Frenkendorf, Füllinsdorf, Arisdorf und Giebenach. Sogar die Wandergruppe der Evangelisch Reformierten Kirche hat die Wanderer aus Frenkendorf und Füllinsdorf. Man ist auch modern, auch als Katholik ist man in dieser Wandergruppe willkommen. So kann ich wahrlich zum Schluss nur dies sagen, hier lohnt es sich zu leben. Wir fühlen uns voll integriert in diesem schönen Dorf mit dem Namen Frenkendorf.  Und immer auch mit einem schönen Blick nach Füllinsdorf wie auch ins Südbadische. Sogar nach Liestal, wenn man wohnt im  Rüttimattquartier. Und auch der Bienenberg ist von uns nicht weit entfernt. Und von dort oben hat es den Blick in unsere schöne Region.