«Wie habt ihr denn diese tollen Wespenhotels aus Ton gemacht?», fragt die Frau am Stand der ersten Klasse. Der befragte Erstklässler muss einen Moment überlegen, bis ihm wieder alle einzelnen Arbeitsschritte in den Sinn kommen, dann legt er los: »Zuerst muss man aus Ton so eine Mütze formen, dann haben wir Muster reingemacht, dann gebrannt, es ist dann hart. Dann … .» Der Vortrag des jungen Fachmannes geht noch eine ganze Weile weiter, denn es waren viele und teilweise aufwändige Arbeitsschritte, die zu dem überzeugenden Ergebnis geführt haben. Aber nicht nur er und seine Mitschülerinnen und Mitschüler haben in den Wochen vor dem Frühlingsmarkt so fleissig gearbeitet. Vom Kindergartenkind über Primarschülerinnen und -schüler bis hin zu Oberstufenklassen haben sie mit ihren Lehrpersonen ausgeschnitten, geleimt, gesägt, getöpfert, bemalt, befüllt, gebacken, bepflanzt und gefaltet … es gibt kaum eine Arbeitstechnik, die man nicht entdeckt, wenn man an diesem sonnigen 30. April über den Frühlingsmarkt der Schule Untersiggenthal schlendert. Die zahlreichen Besucher erfreuen sich an der bunten Vielfalt und sind in bester Kauflaune, auch die eingangs erwähnte Dame lässt sich selbstverständlich vom kundigen Verkäufer überzeugen und ersteht ein rot glänzendes Wespenhotel aus Ton. Der Erlös des Frühlingsmarktes in Höhe von über 7'000 Fr. geht auch in diesem Jahr für Ernährungsprojekte an terres des hommes.