Ich werde noch lange blühen – ein Leben mit Krebs

Die Diagnose Krebs stellt ihr Leben auf den Kopf und alles was bisher war in Frage. Doch Maria Bianca Bischoff sagt Ja zu ihrer Krankheit – sagt Ja zum Leben und besiegt den Krebs. Drei Jahre nach der erschütternden Diagnose verkaufen sie und ihr Mann Haus und die florierende Wäscherei und reisen 439 Tage rund um die Welt. An einer Lesung des Frauenverein Aesch lässt Maria Bianca Bischoff die Anwesenden an ihrer Geschichte teilhaben.

Maria Bianca Bischoff ist Mutter, Ehe- und Geschäftsfrau, Vorstandsmitglied des Gewerbevereins, aktiv im schweizerischen Dachverband ihres Gewerbes, Seelsorgerin, Logotherapeutin und und und ....

Eine Frau voller Energie und Ideen. Dass da die Diagnose Krebs nicht hineinpasst, ist offensichtlich. Ruhiger treten, loslassen, Nein sagen zu andern um Ja zu sagen zu sich, fällt da mehr als nur schwer.

Ein Tagebuch der Höhen und Tiefen

Von der Diagnose bis zur vollständigen Heilung führte Maria Bianca Bischoff ein Tagebuch mit persönlichen Episoden und Gedanken. Daraus ist ihr Buch „Ich werde noch lange blühen“ entstanden. Es lässt den Leser, und anlässlich der Lesung in den Räumlichkeiten der Bibliothek Aesch, die Zuhörer teilhaben an den Gedanken, den Zweifeln, der Wut und dem Kampf der Autorin in den ersten Wochen ihrer Krankheit. Zeigt aber auch ihr Reifen, ihr Wachsen um wieder zu erblühen und weiter zu blühen.

Ein Leben vorher – ein Leben nachher

Eindrücklich beschreibt Maria Bianca Bischoff in ihrem Buch die erste Fassungslosigkeit nach der Diagnose Krebs. Die Wochen bis sie Ja zu ihrer Krankheit sagen konnte, bereit war für Veränderungen und doch immer wieder in ihre alten Muster zurückfiel. Feststellen durfte, dass ihre Krankheit auch Reifen und Wachstum bedeutete. Erleben musste, dass Erneuerung ein langer Prozess ist und sich nicht so einfach manifestieren lässt, sich selbst bremsen häufig mehr Kraft kostet als einfach weiterzumachen wie bisher. Für Maria Bianca Bischoff ist aber klar: „Nach einem solchen Prozess ist keiner mehr derselbe Mensch wie vorher. Es gibt ein Leben vor und ein Leben nach dem Krebs.“

Dankbarkeit als Energiequelle

Drei Jahre nach der Diagnose Krebs verkaufen Maria Bianca Bischoff und ihr Ehemann Peter ihr florierendes Geschäft und ihr Haus in Davos und machen sich auf eine Weltreise. Während 439 Tage sind sie unterwegs und setzen einen Fuss auf jeden Kontinent. Ein Aufbruch ins Unbekannte, der die beiden das Staunen über die Natur, die Menschen und die kleine Dinge lehrt. „Nach dieser Zeit war die Welt – das Leben für mich wieder rund.“ so Maria Bianca Bischoff. „Ich habe die Dankbarkeit als grosse Energiequelle kennen gelernt, ein neues Vertrauen in die Welt und mich selbst.

Nicht warum – sondern wozu

Gesund werden – gesund bleiben ist heute für Maria Bianca Bischoff ein wichtiges Thema. In ihrer Praxis begleitet sie Menschen mit Krebs und deren Angehörige durch den schwierigen Prozess des Erkennens und Verarbeitens. Dabei steht nie das Warum sondern immer das Wozu im Vordergrund. „Die Vergangenheit ist nicht veränderbar, doch wir können uns fragen, wozu alles gut ist, welchen Sinn es hat.“

Astrid Heinrich

Frauenverein Aesch

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